Samstag, 1. August 2009

Museumshöfe Umfeld



hier gefunden

Masterplan Museumsinsel Berlin

"Planungsgruppe Museumsinsel" :

Heinz Tesar (Bode-Museum),
Hilmer+Sattler+Albrecht (Altes Museum),
David Chipperfield Architects (Neues Museum und Neues Eingangsgebäude).

Sie entwickelten ein Gesamtkonzept der baulichen Maßnahmen zur Umsetzung der museumspolitischen und wissenschaftlichen Konzeptionen der Staatlichen Museen zu Berlin und den sich daraus ergebenden inhaltlichen und funktionalen Anforderungen.


Die Maßnahmen des Masterplan
1.
Die denkmalgerechte Grundinstandsetzung der fünf Gebäude sowie die räumliche Verbindung von Altem Museum, Neuem Museum, Pergamonmuseum und Bode-Museum auf der Ebene der vorhandenen Kellergeschosse sowie durch drei neue Verbindungsstücke. So entsteht eine, die Sammlungen verknüpfende Ausstellungsachse, die Archäologische Promenade, die als konzeptionelles Rückgrad der Museumsinsel zugleich die architektonische Eigenständigkeit der historischen Bauten wahrt.

2.
Die Schaffung eines effizienten und behindertengerechten Erschließungskonzeptes innerhalb der einzelnen Häuser sowie einer auf die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Besuchergruppen zugeschnittenen, häuserübergreifenden Wegeführung mit einer Vielzahl von Spezialrundgängen in den Häusern sowie einem Hauptrundgang durch die Großarchitekturen des Pergamonmuseum für geführte Gruppen mit kurzer Verweildauer.

3.
Die Entwicklung eines übergreifenden Infrastrukturkonzeptes mit der Errichtung eines Neuen Eingangsgebäudes und Besucherzentrums zur Aufnahme verschiedener zentraler Funktionen.

4.
Die Ergänzung des Pergamonmuseums durch einen vierten Flügel am Kupfergraben zur Schließung des Rundgangs auf der Hauptgeschossebene sowie zur Präsentation der ägyptischen Großarchitektur.

5.
Die Verlagerung von museumsinternen Funktionen auf die dem Bode-Museum gegenüberliegenden "Museumshöfe", ihre Um- und Neugestaltung.

6.
Herrichten der Freiflächen auf der Museumsinsel mit dem Ziel der Öffnung sämtlicher Bereiche für die Museumsbesucher, einschließlich der Durchwegung der Höfe des Bode-Museums

7.
Entwicklung und Umsetzung eines Corporate-Design-Konzeptes, das der Museumsinsel ein einheitliches Erscheinungsbild verleihen wird, sowie eines innovativen Leit- und Informationssystems.



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Museumshöfe Ideenwettbewerb 2005

1. Preis: Auer-Weber + Architekten, Stuttgart/München

Aufgabe und Art des Wettbewerbs

Begrenzt-offener, anonymer EWR-weit offener städtebaulicher Ideenwettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Bewerberverfahren nach VOF.

Auf dem Areal der ehemaligen Friedrich-Engels-Kaserne zwischen Geschwister-Scholl-Straße, Kupfergraben und Stadtbahnviadukt, in Berlins Mitte werden gegenüber der Museumsinsel die "Museumshöfe" entstehen. Geplant ist ein wissenschaftliches Kompetenzzentrum der Staatlichen Museen zu Berlin mit wissenschaftlichen Verwaltungen verschiedenen Sammlungen der SMB, Bibliotheken und Archiven sowie Fotoaufnahmeräume, Laboren und Werkstätten.

Ziel des Wettbewerbs war es, ein städtebauliches Konzept für das gesamte Areal der "Museumshöfe" zu erhalten, das sich in den Gesamtkomplex der Museumsinsel und sein städtebauliches Umfeld einbindet. Einen besonderen Stellenwert hat der interdisziplinär angelegte Charakter der am Standort geplanten Nutzung. Neben dem museumsinternen Betrieb werden große Teile der Anlage von Wissenschaftlern, Studenten und Fachleuten anderer Institutionen sowie dem Fachpublikum genutzt und besucht.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs waren aufgefordert, einen städtebaulichen Rahmenplan zu entwickeln, der sowohl der mittelfristigen als auch einer langfristigen Nutzung und Bebauung der Liegenschaft Museumshöfe Rechnung trägt.

Am 28. September tagte das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Nagler und beschloss nach eingehender Diskussion die im folgenden aufgezeigte Preisverteilung. Die Jury empfahl dem Auslober, den mit dem ersten Preis prämierten Entwurf als städtebauliche Grundlage für die weitere Bebauung der Museumshöfe festzulegen. Es empfahl weiter, den ersten Preisträger, als auch die Verfasser des 2. und 3. Preises an weiteren Verfahren (Realisierungswettbewerben) zu beteiligen.




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städtebaulicher Rahmenplan Museumshöfe






Erläuterungstext

Neben dem wissenschaftlichen Kompetenzzentrum der Staatlichen Museen zu Berlin ist die Errichtung eines großen Ausstellungsgebäudes als notwendige Erweiterung und Ergänzung des Bodemuseums die wichtigste Option auf dem Areal der ehemaligen Friedrich-Engels-Kaserne.

Während das wissenschaftliche Kompetenzzentrum die wissenschaftliche Verwaltung verschiedener Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin sowie Bibliotheken, Archive, Fotoaufnahmeräume, Labore und Werkstätten enthält, soll die Erweiterung und Ergänzung des Bodemuseums die vollständige Verlagerung der Gemäldegalerie Alter Meister vom Kulturforum Kemperplatz auf die Museumsinsel ermöglichen.

Die städtebauliche Grundidee ist, zwischen beiden Gebäuden einen großen Platz zu errichten, der sich auf den Kopf der Museumsinsel und die prägnante Kuppel des Eingangsgebäudes des Bodemuseums öffnet.

Über die Universitätsstrasse und Geschwister-Scholl-Strasse führt so ein neuer direkter Weg von den Linden zum Bodemuseum.

Der neue große Museumsplatz stößt mit seiner spitzwinkligen Ecke torartig auf die Geschwister-Scholl-Strasse im Südwesten und öffnet sich durchaus dramatisch auf den Kuppelbau des Bodemuseums im Nordosten.

Das Ausstellungs- bzw. Museumsgebäude bietet als Erweiterungsfläche des Bodemuseums über 6.000 m² Grundfläche – also je nach Anzahl der Geschosse zwischen 18.000 und 36.000 m² Bruttogeschossfläche.

Mit dem neuen Museumsplatz entsteht einer der größten und wichtigsten Plätze von Berlin – der die Gemäldegalerie alter Meister an dieser Stelle herausgehoben in der Mitte Berlins neu positioniert.