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Samstag, 15. Februar 2014

Kantteile / Winkelbleche für Trapezprofil

Um das Bauobjekt mit Trapezblechen auch den letzten "Anstrich" zu geben, das Bild zu komplettieren, gibt es sogenannte Kantteile für Verkleidung die aber auch als Funktionsteil zu verwenden sind. Nachfolgend finden Sie unsere Standardkantteile.

Wo werden Kantteile eingesetzt?

 

Türseitenblech oder Fensterseitenblech

Abmessungen: 70/140 x 2.500

Tropfkant oben für Tür oder Fenster

Abmessungen: 60/25/15/10 x 2.500 bzw.
60/40/25/10 x 2.500


Tropfkant oben z.B. für das Tor

Abmessungen: 50/110/130 x 2.500

Stoßblech für 20er oder 35er Profil

Abmessungen: 50/20/100/20/50 x 2.500
oder 50/35/100



Sockelblech für 20er oder 35er Profil

Abmessungen: 145/25/15/10 x 2.500mm
bzw. 145/40/15/10 x 2.500

Seitenrinnenabedeckung (zweiteilig)

Abmessungen: 30/25/30/20 x 2.500
und 80/50/20/20/155/20 x 2.500mm


Rundfirst für Dachpfannenblech

Abmessungen: 50/280/50 x 2.000mm
(Decklänge 1.900mm)

Giebelblech (Ortgangblech)

für Pfannenblech "Prestige" (groß oder klein)
Abmessungen: 20/125/20/20 x 2.500
bzw. 20/125/60/20 x 2.500mm


Kehlrinne mit Kanten (2 Ausführungen)

Abmessungen: 40/13/145/145/13/40 x 2.500
bzw. 40/13/175/175/13/40 x 2.500mm


Kehlrinne Standard (2 Ausführungen)

Abmessungen: 40/13/145/145/13/40
bzw. 40/13/175/175/13/40 x 2.500mm

Inneneckwinkel (Standard, 90° Winkel)

Abmessungen: 190/190 x 2.500
bzw. 140/140 x 2.500mm





Ortgangblech (Giebelbblech) für 20er bzw. 35er Trapezbleche

Abmessungen: 20/120/120/20 x 2.500
oder 20/160/120/20 x 2.500mm


Fußblech (Rinneneinhangsblech / Rinneneinlauf)

Abmasse: 155/40 x 2.500mm

Ventiliertes Firstblech 20° (Dreiteilig)

Abmessunge: 50/60/130/130/60/50 x 2.500mm


Firstblech 20° Standard(4 Ausführungen)

140/140 x 2.500mm
190/190 x 2.500mm
240/240 x 2.500mm
290/290 x 2.500mm

Fensterblech

Abmessungen: 7/10/70/20 x 2.500mm



Außeneckwinkel Standard (2 Schenkellängen)

Abmessungen: 140/140 oder 190/190 x 2.500mm




 

Außeneckwinkel mit Umkantung für 20er oder 35er Profil

Abmessungen: 50/20/100/100/20/50
oder 50/35/100/100/35/50 x 2.500mm



Schneefangblech

Abmessungen: 10/50/170/120/50/10 x 2.500

Maueranschlußblech (2 Varianten)

Abmessungen: 10/140/140 x 2.500mm

Montag, 27. Januar 2014

Das klassische Fenster verschwindet - SOLARLUX

Besucher gehen auf der fensterbau frontale direkt das Novum des diesjährigen Messeauftritts von Solarlux zu: An der Stirnseite der Ausstellung wird »Cero« mit weiten Glasflächen und filigransten Rahmen und Profilen präsentiert. Das schlichte Design ist ästhetisch und funktional konsequent - bis ins letzte Detail. Offener kann ein geschlossenes Fenster kaum sein: Die Blendrahmen sind komplett verdeckt einbaubar, die wärmegedämmten Alu-Profile mit 34 Millimetern gerade mal so breit wie zwei Finger.
Bis zu 15 Quadratmeter große Schiebeelemente mit einem Höchstgewicht von einer Tonne sind laut Unternehmensangaben realisierbar, diese dürfen in der Höhe bis zu vier Meter messen. Dennoch gleiten sie bei einhändiger Bedienung leicht zur Seite. Davon können sich die Besucher in einem dreiseitigen Präsentationsraum ebenso überzeugen wie von der Einbauvielfalt der gezeigten Elemente: rechts-links verschiebbare Flügel, ein besonders großflächiger Flügel mit einem Gewicht von einer halben Tonne, ein Flügel, der beim Öffnen in eine Tasche fährt sowie eine Ecklösung in Ganzglasoptik. Bei dieser Ausführung verschwindet das Pfostenprofil vollständig aus der Ecke, der Wohnraum wird zur luftigen Aus-sichtsplattform.
Das variantenreiche System »Cero« ermöglicht Architekten die Umsetzung einer Formensprache, die auf der Spannung zwischen großen Flächen und reduzierten Materialien aufbaut. Wenn sich in weiten Glasflächen Bäume und vorbeiziehende Wolken spiegeln und mit der Innenarchitektur verschmelzen, lösen sich Grenzen auf; die geschlossenen Gebäudeteile rücken rahmend in den Vordergrund.
Hohe architektonische Ansprüche setzen selbstverständlich eine entsprechend hohe Produktqualität voraus. Jedes Fenster ist ein Unikat – da ist es entscheidend, dass sich hausinterne Fachplaner von der ersten Entwurfsidee bis zur Realisierung um einen reibungslosen Ablauf kümmern. Der moderne Fuhrpark und ein eigenes Montageteam garantieren schließlich einen termingenauen Einbau. Denn erst wenn das komplette Servicepaket stimmt, überzeugt auch das Produkt.
Solarlux zeigt das Produkt auf der fensterbau frontale vom 26. bis 29. März 2014 in Halle 7A, Stand 516, in Nürnberg.
Solarlux Aluminium Systeme GmbH, www.solarlux.de


Montag, 25. November 2013

7 Hoch-Effiziente Dämmtipps für Hausbesitzer ENEV

Im Zusammenhang mit Energieeffizienz im Gebäude fällt häufig zuerst der Begriff „Dämmung“. Leider gibt es jedoch noch eine Reihe von Vorurteilen gegen über der beliebtesten Effizienz
maß nahme: Dämmen verschandle die Fassade, verursacht Schimmel und kostet viel Geld. Der nachfolgende Leitfaden gibt Ihnen einige Tipps, wie Sie schon mit kleinen Maßnahmen zu geringen Kosten große Energiespar­ effekte erzielen und den Wohlfühl faktor im eigenen Haus erhöhen können.


1 | Die obere Geschoss Decke:

Die Dämmung der oberen Geschoßdecke ist die effizienteste Energiesparmaßnahme schlechthin. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass dieses Bauteil bis Ende 2011 mit mindestens 16 cm her­ kömmlichen Dämmstoffes gedämmt werden muss. Auch mit geringen finanziellen Mitteln kann man die Wärmeverluste dieses Bauteils um den Faktor 20 verringern. Die Kosten für eine „nicht begehbare“ Dämmung betragen ca. 10, € pro m² (Handwerkerpreis incl. Steuer).
Pro Jahr können pro m² Deckenfläche bis zu 12, € Heizkosten eingespart werden. Wählt man die doppelte Dämmstärke, fallen Hand werkerkosten von 18, € pro m² an. Die jährliche Einsparung beträgt bis zu 15, € pro m². Auf längere Sicht ist dies die sinnvollste Dämmdicke. Amortisationszeit der Maßnahme: zwischen 1 und 4 Jahren


2 | Die Dachbodenklappe (Einschubtreppe):

In vielen Häusern findet man zwischen dem warmen Innenraum und dem kalten Dachboden geradezu ein „schwarzes (Kälte)Loch“. Die Dachbodenklappe besteht gerade einmal aus einer 1 cm dicken Holzplatte! An dieser Stelle treten zudem Zugerscheinungen auf, die mit sehr hohen Wärmeverlusten verbunden sind. Dieses Bauteil kann leicht in Eigenleistung ge­
dämmt werden. Da große Dämmdicken nicht möglich sind, empfiehlt sich der Einbau hoch wirksamer Phenolharz oder PIR Platten. Deren Dämmwirkung ist fast doppelt so gut, wie die des bekannten Polystyrols (Styropor). Abhilfe gegen die Wärmeverluste durch die undichte Fuge schafft eine einfache Gummilippendichtung zwischen Bodenklappe und Laibung.
Amortisationszeit der Maßnahme: zwischen 2 und 4 Jahren


3 | Rollladenkästen: Querschnitt:

Die schwächste Stelle in der Außenwand sind Rollladenkästen. Das warme „Innen“ wird nur durch eine 4 mm dicke Sperrholzplatte vom kalten „Außen“ getrennt. Pro Rollladenkasten beträgt die Wärmeverlustfläche ungefähr 1 m². Da ein normales Haus etwa 10 Fenster hat, bezahlt der Besitzer die extrem hohen Verluste von etwa 10 m² Fläche! Auch hier sind mangels Platz hoch dämmende Phenolharz oder PIR Dämmplatten empfehlenswert. Auf fugenfreie Verarbeitung ist zu achten, damit keine kalte Außenluft nach innen und warme Raumluft nach außen gelangen kann. – Tipp: Fugen mit dauerelastischem Acryl – Dichtstoff abdichten! – Dieses Dämmdetail ist mit flexiblen Matten nicht sicher ausführbar. Amortisationszeit der Maßnahme bei Eigenleistung: 1 Jahr


4 | Kerndämmung Zweischaliger Mauerwerke: Querschnitt:

In Norddeutschland (HH, HB, S H, NS, MV, NRW, B) ist die „zweischalige“ Außenwand die vorherrschende Bauweise. Die Dämmwirkung der Hohlschicht zwischen Innen und Außen wand kann durch die vollständige Füllung mit geeigneten Kerndämmstoffen um den Faktor 35 verbessert werden. Bei einem „normalen“ Einfamilienhaus fallen für diese Maßnahme
Kosten von etwa 3.000 € an. Damit werden die Forderungen der EnEV (Energie Einspar Verordnung) unabhängig von der Dicke der Dämmschicht erfüllt. Amortisationszeit der Maßnahme: zwischen 5 und 7 Jahren




5 | Dämmung der Holzbalken Decke (zum Dachboden hin) durch Einblas-Dämmung:

Viele begehbaren Kehlbalkenlagen (Decke zwischen Obergeschoß und Spitzboden) sind hohl oder nur teilweise mi Asche, Lehm oder Schlacke gefüllt. Wird eine „hohle“ Decke nur von oben gedämmt, ist die Dämmung wirkungslos! Die Hohlräume lassen sich allerdings leicht mit Einblasdämmstoffen füllen. Damit wird die Dämmwirkung der Decke dreimal so
gut wie vorher. Diese Maßnahme kostet etwa 15, € pro m² und amortisiert sich innerhalb 5 bis 7 Jahren.






6 | Dämmung der Keller Decke von unten:

Über nicht oder nur schlecht gedämmte Hei­ zungsrohre im Keller entweicht sehr viel kostbare Wärme, je nach Länge der Leitungen bis zu 10% des gesamten Wärmebedarfs. Sie wirken wie ein Heizkörper dort, wo gar keine Wärme gebraucht wird. Im Rahmen der Energie Einspar Verordnung (EnEV) schreibt der Gesetzgeber vor, dass die Heizungsleitungen in unbeheizten Räumen bis zum 31.12.2011 gedämmt werden müssen. Das kann leicht in Eigenleistung geschehen. Besonders einfach ist die Rohrdämmung dann, wenn auch die Kellerdecke gedämmt wird. Dann kann man mit den Dämmstoffplatten einen geschlossenen Kasten um die Rohre bauen und den entstehenden Hohlraum mit Dämmstoff füllen.


7 | Dämmung Der Heizungs-Rohrleitungen im Keller:

Kalte Füße und Zugerscheinungen im Fußboden­bereich zeugen von hohen Wärmeverlusten durch den Fußboden des Erdgeschosses. Kalte Füße müssen nicht sein! Mindestens 8 cm dicke Dämmplatten, die von unten an die Kellerdecke geklebt werden, sind ein wirksames Mittel dagegen. Um auch hier eine möglichst gute Dämmwirkung zu erzielen, sollten nur die besten Plattendämmstoffe, Phenolharz oder PIR eingesetzt werden.


Finanzierungstipp:

Alle Maßnahmen können von der staatlichen KfW Bank gefördert werden. Anträge sind bei der jeweiligen Hausbank erhältlich.


Mittwoch, 22. Februar 2012

Wärmeschutz-Berechnung und U-Wert

Will man den Wärmeschutz fachgerecht durchführen, muß man sich durch einen Berg von Begriffen und Formeln arbeiten. Ohne ein naturwissenschaftliches Studium ist das kaum zu bewältigen. Wir versuchen daher, hier alles auf das Wesentliche zu reduzieren, so daß auch der Laie eine Wärmeschutzberechnung durchführen kann.

Die Begriffe, die im Zusammenhang mit Wärmeschutz immer wieder auftauchen, lauten Wärmeleitfähigkeit, Wärmedurchlaßwiderstand, Wärmeübergangskoeffizient, Wärmedurchgangswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient. Sie sehen, da kann man ganz schön ins Schwitzen kommen! Aber keine Panik, nicht alles was Sie gerade gelesen haben, müssen Sie sich merken. Genaue Definitionen und Formeln ersparen wir uns an dieser Stelle zum größten Teil, denn diese irritieren den Laien höchstens.

Die wichtigste Kennzahl im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz eines einzelnen Bauteils ist der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient, Wärmedurchlässigkeit, U-Wert war früher der k-Wert). Er gibt an, welche Wärmemenge (in kWh) durch eine Bauteilfläche von 100 m² in einer Stunde transportiert wird, wenn zwischen innen und aussen ein Temperaturunterschied von 10 Grad besteht. Je kleiner der Wert, desto besser. (Physiker und Ingenieure bitte nicht melden, wir wissen, daß die genaue Definition etwas anders lautet).

Damit Sie ein Gefühl für den Unterschied zwischen gut und schlecht gedämmten Bauteilen bekommen, sind in der nachfolgenden Tabelle Anhaltswerte für den U-Wert verschiedener Bauteile aufgeführt. Die unter der Rubrik "sehr gut" aufgeführten Werte sind die Werte eines Niedrigenergiehauses und damit Standard seit Gültigkeit der EnEV (Energieeinsparverordnung) Februar 2002.

U-Wert
Bauteil sehr schlecht schlecht mittel gut sehr gut
Dach ≥ 1,00 0,60 0,30 0,22 ≤ 0,15
Beispiel Keine oder
maximal 4 cm
Zwischen-
sparren-
dämmung
6 bis 10 cm
Zwischen-
sparren-
dämmung
12 bis 16 cm
Zwischen-
sparren-
dämmung
oder 9 cm PUR-
Aufsparren-
dämmumg
18 bis 20 cm
Zwischen-
sparren-
dämmung
oder 12 cm PUR-
Aussparren-
dämmung
27 bis 30 cm
Zwischen-
sparren-
dämmung
oder 18 cm PUR-
Aufsparren-
dämmung
Massivwand ≥1,50 0,80 0,40 0,30 ≤ 0,20
Beispiel 24 cm
Vollziegel-
mauerwerk
mit Putz
36,5 cm
Leichthoch-
lochziegel-
mauerwerk
mit Putz
36,5 cm
Porenbeton
600 [kg/m³]
mit Putz,
innen Gipsputz
36,5 cm
Porenbeton
400 [kg/m³]
mit Putz,
innen Gipsputz
36,5 cm
Ziegelmauer-
werk mit
13 cm PUR-
Dämmung
Fenster 5,20 3,50 1,80 1,40 ≤ 1,20
Beispiel Einscheiben-
glas
Doppel-
verglasung
Wärmeschutz-
verglasung
Moderne
Wärmeschutz-
verglasung
Niedrig-
energiehaus-
fenster

Nicht erwähnt wurden in der obigen Liste Wände von Fertighäusern, dabei haben diese sehr interessante U-Werte. Außenwände von Fertighäusern neuester Generation in Holzfachwerk- oder Holzständerbauweise kommen bei einer Dicke von nur 25 cm - 27 cm auf einen U-Wert von 0,17. Zum Vergleich: Eine 36,5 cm Massivwand aus Ziegelmauerwerk mit zusätzlich 13 cm PUR-Dämmung kommt gerade auf einen vergleichbaren U-Wert, obwohl die Wand etwa doppelt so dick ist.
Die Fertighaushersteller argumentieren durchaus richtig, daß bei einer Grundfläche von 9 x 12 m für ein durchschnittliches eingeschossiges Wohnhaus die Wohnfäche bei diesem Wandaufbau etwa 9 m² größer ist, als bei der Variante Massivmauerwerk plus Dämmung.


Das sagt die Energieeinsparverordnung zum U-Wert


Bei einem Neubau oder bei Änderungen an bestehenden Gebäuden müssen Mindestanforderungen an den U-Wert des Bauteils eingehalten werden. Diese Anforderungen wurden mit der neuen EnEV um etwa 30 Prozent verschärft. In den folgenden Tabellen werden die Werte für den Neubau und die Modernisierung angegeben.


Referenzwerte für Neubauten gemäß EnEV 2009



Bauteil Wohngebäude Nichtwohngebäude
  U in W/(m2K) U in W/(m2K)
Außenwand gegen Außenluft 0,28 0,28
Außenwand gegen Erdreich 0,35 0,35
Dach, oberste Geschossdecke 0,20 0,20
Fenster, Fenstertüren 1,30 1,30
Dachflächenfenster 1,40 1,40
Lichtkuppeln 2,70 2,70
Außentüren 1,80 1,80
Vorhangfassade   1,40
Glasdächer   2,70
Lichtbänder   2,40

Höchstwerte im Sanierungsfall gemäß EnEV



Bauteil ENEV 2007 ENEV 2009
  U in W/(m2K) U in W/(m2K)
Außenwände 0,35 0,24
Dach, oberste Decke 0,30 0,24
Fenster, Fenstertüren 1,70 1,30
Verglasungen 1,50 1,10
Dachflächenfenster 1,40
Vorhangfassaden 1,90 1,50
Glasdächer 2,00



Berechnung des U-Werts


Der wichtigste Begriff im Zusammenhang mit der Wärmedämmung ist die Wärmeleitfähigkeit. Diese ist eine d i c k e u n a b h ä n g i g e Stoffeigenschaft, und nicht zu verwechseln mit dem U-Wert. Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes gibt an, welche Wärmemenge (in kWh) durch eine Baustoffläche von 100 m² und 1 m Dicke in einer Stunde transportiert wird, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von 10 Grad besteht. Wie beim U-Wert gilt: je kleiner der Wert, desto besser.

In Deutschland werden die Dämmstoffe in Abhängigkeit von Ihrer Wärmeleitfähigkeit in eine "Wärmeleitfähigkeitsgruppe" (Wärmeleitgruppe, WLG) eingestuft. Diese Gruppe entspricht den Nachkommastellen der Wärmeleitfähigkeit. Beispiel: Dämmung mit der Wärmeleitfähigkeit 0,030 hat die Wärmeleitfähigkeitsgruppe WLG 030.

Um die Wärmedurchlässigkeit (U-Wert) eines Bauteils berechnen zu können, benötigt man auch noch den Dämmwert der einzelnen Schichten. Im Fachjargon nennt man diesen Wärmedämmwert Wärmedurchlaßwiderstand. Damit wird der Widerstand einer Schicht gegen das Durchströmen von Wärme angegeben. Zu seiner Ermittlung ist die Dicke der betreffenden Schicht (in Meter) durch die stoffbezogene Wärmeleitfähigkeit zu dividieren.
Bei mehrschichtigen Bauteilen ist für jede Schicht nach diesem Rechenverfahren der Einzelwert festzustellen. Die Summe aller Einzelwerte ergibt dann den Wärmedurchlaßwert bzw. Wärmedämmwert für das gesamte Bauteil. Je größer der Widerstand, desto besser ist die Wärmedämmung.

Auch r u h e n d e Luftschichten (keine strömende Hinterlüftungen) haben in Abhängigkeit von Dicke und Neigung einen bestimmten Dämmwert. Dieser Widerstand beträgt bei ruhenden Luftschichten bis 60 Grad Neigung 0,16. Ist die Schicht mehr als 60 Grad geneigt 0,18. Diese Werte müssen bei der Berechnung des Gesamtwiderstand berücksichtigt werden.

Komplizierter wird die Berechnung des U-Werts, wenn bei Bauteilen die Wärmedämmung unterbrochen ist. Bei Dächern z.B. bei der Zwischensparrendämmung ist dies der Fall. Hier müssen zwei Bereiche untersucht werden. Zum einen das Gefach, wo die Wärmedämmung liegt und zum anderen die Rippe, welche die Wärmedämmung unterbricht. Die Rippen (also der Sparren oder der Balken) werden nur in der Dicke der seitlich anliegenden Wärmedämmung berücksichtigt. Dampfsperren und Abdichtungsbahnen werden bei der Wärmeschutzberechnung nicht berücksichtigt.

Folgende Formeln zur Berechnung des Wärmeschutzes eines Bauteils ergeben sich mit den obigen Erläuterungen:

Den Dämmwert einer Schicht, genannt Widerstand (Wärmedurchlasswiderstand) berechnet man mit folgender Formel:

Hat das Bauteil mehrere Schichten, muß man alle Schichten (auch ruhende Luftschichten, siehe oben) zum Gesamtwiderstand (Wärmedurchgangswiderstand) addieren:

Die Wärmedurchlässigkeit (den U-Wert) eines Bauteils berechnet man aus dem Kehrwert des Gesamtwiderstandes:

Kommen Gefach und Rippe hinzu, ergibt sich folgende Formel für die Wärmedurchlässigkeit:

Nun müßten Sie in der Lage sein, eine Wärmeschutzberechnung selbst durchzuführen.

Die Wärmeleitfähigkeit einiger wichtiger Bauteilschichten finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. Wenn Sie Werte vermissen, schauen Sie in einschlägigen Tabellen des Bauwesens nach oder fragen Sie den Hersteller oder Lieferanten des Baustoffs.
Bezeichnung Wärmeleitfähigkeit
Bekleidungen / Platten
Gipskartonplatten 0,25
Holzschalung (Nadelholz) 0,13
Spanplatten (Flachpress) 0,13
(Standard-Bekleidung) 0,35
Innenputze
Gipsputz 0,70
Gipsputz ohne Zuschlag 0,35
(Standard-Innenputz) 0,90
Tragwerk
Kalksandstein-Mauerwerk, 1600 [kg/m³] 0,79
Leichthochlochziegel-Mauerwerk, 900 [kg/m³] 0,42
Porenbeton 350 [kg/m³]
600 [kg/m³]
0,09
0,16
Sparren / Rippen aus Nadelholz 0,13
Stahlbeton 2,1
Vollziegel-Mauerwerk, 1600 [kg/m³] 0,68
(Standard-Mauerwerk) 1
Dampfbremsen
Glasvliesbitumendachbahnen V 13 0,17
Wärmedämmungen
Holzfaserdämmplatten, WLG 038 0,038
Holzfaserdämmplatten, WLG 050 0,050
Mineralwolle WLG 035 ("Glas- o. Steinwolle") 0,035
Mineralwolle WLG 040 ("Glas- o. Steinwolle") 0,040
Polystyrol (PS 20 SE) ("Styropor") WLG 040 0,040
PUR-Hartschaum, WLG 030 0,030
FOAMGLAS®-Platten T4-040 0,040
isofloc Zellulose-Dämmstoffe WLG 040 0,040
Schafwolle-Dämmmatten DWS 8 / 90 0,044
(Standard-Wärmedämmung) 0,040
Außenputze
Kalkzementputz 0,87
Kunstharzputz 0,70
Standard-Außenputz) 0,90