Dienstag, 16. November 2010

Anorganische Dämmstoffe - Mineralwolle (MW)

Mineralwolle (MW)
Beschreibung Mineralfaserdämmstoffe sind in Europa die am weitesten verbreiteten Dämmprodukte mit einem breiten Anwendungsspektrum von der Dachdämmung, Kerndämmung, Zwischenständerdämmung, bis zu verputzten Wärmedämm-Vervundystemen.
Künstliche Mineralfasern werden durch Schmelzen des mineralischen Ausgangsmaterials und anschließendes Zentrifugieren, Zerblasen oder Düsenziehen hergestellt. Als Ausgangsmaterial dienen entweder Altglas bzw. Glasrohstoffe wie Quarzsand für die Herstellung von Glaswolle, oder aber Basalt- oder Diabas-Gestein für die Herstellung von Steinwolle.
Mineralische Faserdämmstoffe werden werksmäßig in kontinuierlichen Verfahren und in der Regel in Lieferdicke hergestellt.
Die Dämmstoffe enthalten über 90% künstliche Mineralfasern (KMF), Kunstharz (aus Phenol, Harnstoff und Formaldehyd), Öle und weitere Zusätze.
Durch die Variabilität der Rohstoffe und Zusatzstoffe sowie auch durch die unterschiedlichen Herstellungsverfahren ergiebt sich eine breite Palette von Mineralfaserdämmstoffen:


Glaswolle
Herstellung Bei der Herstellung von Glasfasern werden die aus der Glasindustrie bekannten Grundstoffe Quarzsand, Soda und Kalkstein eingesetzt. Den Rohstoffen wird zwischen 60 und 70% Altglas zugegeben. Die Schmelze wird zu Fasern geschleudert. Dem Dämmstoff werden bis zu 7% Kunstharze als Binder zugegeben, um die Formstabilität zu gewährleiten. Anschlißend wird der Mineralwolle-Dämmstoff im Heißluftstrom ausgehärtet, wobei flüchtige Bestandteile (Phenol, Formaldehyd) entfernt werden. Zurück bleibt das ausgehärtete Kunstharz (z.B. Bakelit).
Als weitere Zusätze können Öle, die den Staubanteil verringern, und wasserabweisende Stoffe enthalten sein.
Eigenschaften Glaswolle ist leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar. Sie ist diffusionsoffen, nichtbennbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent. Glaswolle besitzt eine gute Wärmeleitfähigkeit, jedoch geringe Wärmespeicherfähigkeit, kann keine Feuchtigkeit aufnehmen und die Dämmfähigkeit wird durch Feuchte stark herabgesetzt.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,035-0,045 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 840-1.000 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   1-2
Baustoffklasse: A 2 nichtbrennbar
Rohdichte ρ: 20-153 kg/m³
Primärenergiegehalt: 250-500 kWh/m³
Anwendung Dach: Zwischensparren- und Aufsparrendämmung
Decke: Trittschalldämmung
Wand: WDVS, hinterlüftete Dämmung
vielseitig einsetzbarer Dämmstoff
Bemerkungen Die heute hergestellten Glasfasern sind frei von Krebsverdacht. Glaswolle, die vor 1996 eingebaut wurde, wird als krebsverdächtig eingestuft.
Bereits 1972 wurden erstmals Nachweise veröffentlicht, dass künstliche Mineralfasern für den Menschen gesundheitsschädigend sein könnten.
Seit 1998 sind in Deutschland nur noch Mineralfaserdämmstoffe zugelassen, die nicht krebsverdächtig sind (Biolöslickeit, KI 40).
1994 wurde dazu vom Ausschuss für Gefahrstoffe ein neues Bewertungsschema vorgeschlagen. Danach entscheidet die Beständigkeit der Fasern im menschlichen Körper über die Gefährlichkeit, d.h. je schneller sie sich in der Lunge auflösen, desto geringer ist die Gefahr von Schäden. Entscheidend für diese Biolöslichkeit sind die Anteile bestimmter Mineralien, aus denen ein sogenannter "Kanzerogenitätsindex" (KI) errechnet wird. Empfohlen wird ein KI von mindestens 40. Liegt der Wert über 40, gelten die Fasern als nicht als krebserzeugend.
Die Halbwertszeit bei neuen KI 40-Produkten beträgt meist weniger als 20 Tage. Bei alten Glasfasern beträgt die Halbwertszeit etwa 150 bis 200 Tage.
Im Vergleich dazu ist die Biobeständigkeit (Biopersistenz) von Asbest über 100 Jahre, wobei die Asbestfasern auch noch in Ihrer Struktur extrem gefährlich sind (Längsaufspaltung).
Seit dem 01.06.2000 gilt die "Verbotsordnung". Sie beinhaltet das Verbot des Inverkehrbringens, der Herstellung und der Verwendung von biopersistenten (biobeständigen) künstlichen Mineralfasern für die Wärme- und Schalldämmung im Hochbau und für die technische Isolierung.
Umweltaspekte + ausreichende Rohstoffe und kurze Transportwege, teilweise recyclingbar, deponiefähig
- energieintensive Herstellung, organische Zusatzstoffe, Entstehung von Faserstäuben bei der Verarbeitung, nicht kompostierbar
Normen DIN EN 13162:2001-10
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Mineralwolle (MW) - Spezifikation; Deutsche Fassung EN 13162:2001

DIN 18 165 Teil 1
Faserdämmstoffe für das Bauwesen; Dämmstoffe für die Wärmedämmung

DIN 18 165 Teil 2
Faserdämmstoffe für das Bauwesen; Dämmstoffe für die Trittschalldämmung

DIN EN 14303:2002-03 (Norm-Entwurf)
Wärmedämmstoffe für die Haustechnik und für betriebstechnische Anlagen - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Mineralwolle (MW) - Spezifikation; Deutsche Fassung prEN 14303:2002

ÖNORM EN 13162
Wärmedämmstoffe fuer Gebäude - Werkmässig hergestellte Produkte aus Mineralwolle
weitere Infos Gütegemeinschaft Mineralwolle e.V.
Hersteller ISOVER G+H
PFLEIDERER AG


Steinwolle
Herstellung Die Herstellung von Steinwolle ist ähnlich der von Glaswolle. Steinfasern werden hauptsächlich aus Basalt, Diabas, Feldspat, Dolomit, Sand, Kalkstein und Altglas. oder Basalt, Diabas und Recycling-Formsteinen hergestellt. Die Schmelze wird zu Fasern geschleudert.
Den Steinwolle-Fasern können, wie bei Glaswolle, Kunstharze, Öle und wasserabweisende Stoffe zugegeben werden.
Eigenschaften Steinwolle ist leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar. Sie ist diffusionsoffen, nichtbennbar und besitzt meist einen höheren Schmelzpunkt als Glaswolle (>1000°C). Steinwollefasern sind gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent. Steinwolle besitzt eine gute Wärmeleitfähigkeit, eine geringe Wärmespeicherfähigkeit und kann keine Feuchtigkeit aufnehmen.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,035-0,045 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 840 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   1-2
Baustoffklasse: A 1, A 2 nichtbrennbar
Rohdichte ρ: 22-200 kg/m³
Primärenergiegehalt: 150-400 kWh/m³
Anwendung Dach: Zwischensparren- und Aufsparrendämmung
Decke: Trittschalldämmung
Wand: WDVS, hinterlüftete Dämmung
Brandschutz
Bemerkungen Die heute hergestellten Mineralfasern sind frei von Krebsverdacht. Steinwolle, die vor 1996 eingebaut wurde, gilt als krebsverdächtig (siehe auch Glaswolle).
Seit 1998 dürfen nur noch biolösliche Fasern eingesetzt werden, die als nicht krebsverdächtig gelten. Die inzwischen aufgehobene KI 40-Vorschrift wurde von Steinwolle-Produkten aufgrund des hohen Aluminiumgehaltes i.d.R. nicht erreicht. Neuere Produkte, die als "biolöslich" gekennzeichnet sind, besitzten eine Halbwertszeit von etwa 60 Tagen. Alte Steinwolle-Fasern besitzen bei der Biobeständikeit (Biopersistenz) eine Halbwertszeit von ca. 300 Tagen.
Umweltaspekte + ausreichende Rohstoffe, deponiefähig
- energieintensive Herstellung, organische Zusatzstoffe, Entstehung von Faserstäuben, begrenzt recyclebar, nicht kompostierbar
Normen DIN EN 13162:2001-10
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Mineralwolle (MW) - Spezifikation; Deutsche Fassung EN 13162:2001

DIN 18 165 Teil 1 (Juli 1991)
Faserdämmstoffe für das Bauwesen; Dämmstoffe für die Wärmedämmung

DIN 18 165 Teil 2 (März 1987)
Faserdämmstoffe für das Bauwesen; Dämmstoffe für die Trittschalldämmung

ÖNORM EN 13162
Wärmedämmstoffe fuer Gebäude - Werkmässig hergestellte Produkte aus Mineralwolle - Spezifikation
weitere Infos Gütegemeinschaft Mineralwolle e.V.
Hersteller Deutsche Heraklith GmbH (Heralan)
Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG


Schlackenwolle
Herstellung Schlackenwolle gehört zu den Mineralfaser-Dämmstoffen und wird aus Schlacke hergestellt, die als Abfallprodukt bei Verbrennungsprozessen anfällt. Die modifizierte Hochofenschlacke wird zu künstlichen Mineralfasern gesponnen und gebunden. Weiterhin können verschiedene Inhaltsstoffe, z.B. Schwermetalle, enthalten sein. Je nach Anwendung werden verschiedene, für Stopfwolle z.B. extrem lange, Fasern hergestellt.
Durch bestimmte Herstellungsverfahren kann auch Schlackenwolle mit einem alkalischem Schot-Anteil (Schmelzperlen) hergestellt werden, die u.a. als Zuschlagsstoff für bremsscheiben Verwendung finden.
Eigenschaften Die Eigenschaften von Schlackenwolle-Dämmstoffen sind mit denen von anderen Mineralfaser-Produkten vergleichbar. Schlackenwolle ist nichtbrennbar, besitzt gut Wärmedämmeigenschaften, schallabsorbierend, ist wasserunlöslich und elastisch. Schlackenwolle besteht aus ca. 40% SiO2, 38% CaO und 15% Al2O3.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,035-0,040 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 840-1.000 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   1-2
Baustoffklasse: A 1 nichtbrennbar
Rohdichte ρ: 80-220 kg/m³
Primärenergiegehalt: ? kWh/m³
Anwendung Schlackenwolle wird nur noch begrenzt eingesetzt
Anlagenbau
Behälterbau
Stopfisolierungen
Bemerkungen Arbeitsplatzgrenzwerte:
TLV: 10 mg/m³ (TWA) (ACGIH 1996/97)
MAK: Klasse III Kat.3 (1998)
Umweltaspekte + aus Abfallprodukt hergestellt, deponiefähig
- schwermetallhaltig, ggf. unkekannte Inhaltsstoffe, krebsverdächtige Fasern
Normen -
weitere Infos -
Hersteller ISOLA Mineralwolle-Werke Wilhelm Zimmermann GmbH

Organische Dämmstoffe - Polystyrol (EPS)

Polystyrol-Hartschaum (PS)
Beschreibung Der wichtigste Dämmstoff aus Kunststoff ist das Polystyrol-Hartschaum. Ein Dämmstoff aus Polystyrol-Hartschaum ist ein überwiegend geschlossenzelliger, harter Schaumstoff aus Polystyrol oder Mischpolymerisaten mit überwiegendem Polystyrolanteil. Nach der Herstellungsart ist zu unterscheiden zwischen Partikelschaumstoff aus verschweißtem, geblähtem Polystyrolgranulat (EPS) und extrudergeschäumten Polystyrolschaumstoff (XPS):


Polystyrolpartikelschaum (EPS)
Herstellung Das Patent zur Herstellung von EPS wurde bereits in den 1950iger Jahren veröffentlicht.
Polystyrol wird aus dem Erdölraffinerie-Produkt Styrol hergestellt. Beim expandierten Polysterolpartikelschaum (EPS) wird Polystyrolgranulat (Polystyrol-Gries), in welches das Treibmittel Pentan einpolymerisiert ist, mit Temperaturen über 90°C vorgeschäumt. Durch die Temperatur verdampft das Treibmittel und bläht das thermoplastische Grundmaterial bis auf das 20 bis 50-fache zu PS-Schaumpartikeln auf. Aus diesem werden dann in diskontinuierlich oder kontinuierlich arbeitenden Anlagen durch eine zweite Heißdampfbehandlung zwischen 110°C und 120°C Blöcke, Platten oder Formteile hergestellt. Bei den z.B. für die Dachdämmung verwendeten profilierten Platten kann die Formgebung bereits während des Aufschäumprozesses erfolgen (Automaten- bzw. Bandware).
Aufgrund der Anforderungen des Bauordnungsrechts wird EPS mit Flammschutzmitteln versehen.
Eigenschaften EPS-Hartschaumstoff ist eine überwiegend geschlossenzelliger Dämmstoff mit einem Porenanteil bis zu 98% Luft. Polysterolpartikelschaum besitzt eine Wabenstruktur, ist unverottbar, wenig elastisch und feuchtebeständig. Die Wasseraufnahme beträgt < 5% (DIN 53 428). EPS ist nicht UV-beständig; die Oberflächees vergibt und verspröder unter Sonneneinstrahlung.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,035-0,040 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 1.500 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   20-100
Baustoffklasse: B 1 schwerentflammbar
Temperaturbeständigkeit: 70-85°C (langfristig bei 5 kN/m²)
100°C (kurzzeitig)
Rohdichte ρ: 10-35 kg/m³
Druckfestigkeit: 0,070-0,260 N/mm² (Druckspannung bei 10% Stauchung)
0,012-0,062 N/mm² (Dauerdruckbelastung Stauchung <2%)
Ausdehnungskoeffizient: 5-7 ·10^-5 1/K
Primärenergiegehalt: 200-760 kWh/m³
Anwendung Dach: Flachdach
Wand: WDVS
Decke: Wärme-/Trittschalldämmung
Keller: teilw. Perimeterdämmung
Bemerkungen Expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) ist der am weitesten verbreitetste Schaumstoff.
Umweltaspekte + Pentan gelangt nicht in die Stratosphäre , biologisch neutral - als Lebensmittelverpackung zugelassen, teilweise recyclebar
- downrecycling nur bedingt möglich, meist energetische Verwertung, im Brandfall können Gefahrstoffe freigesetzt werden, toxische Ausgangsstoffe, begrenze Verfügbarkeit der Rohstoffe bei Herstellung emittiert Pentan, Pentan trägt geringfügig zum Sommersmog bei
Normen DIN EN 13163:2001-10 (am 1.3.2002 in Kraft getreten)
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus expandiertem Polystyrol (EPS) - Spezifikation; Deutsche Fassung EN 13163:2001
(neue Bezeichnungen, z.B. EPS 20 B1 WLG 035 Anwendungstyp WD (alt) --> EPS 035 DAA dm (neu) )

DIN 18164-1:1992-08 (ist am 1.3.2003 ausgelaufen)
Schaumkunststoffe als Dämmstoffe für das Bauwesen;
Dämmstoffe für die Wärmedämmung

DIN 18164-2:2001-09
Schaumkunststoffe als Dämmstoffe für das Bauwesen;
Dämmstoffe für die Trittschalldämmung; Polystyrol-Partikelschaumstoffe

ÖNORM EN 13163
Wärmedämmstoffe fuer Gebäude - Werkmässig hergestellte Produkte aus expandiertem Polystyrol - Spezifikation

RAL-RG 710/1, Ausgabe:1993-09
Kunststoff-Hartschaum; Polystyrol-Hartschaumplatten und -bahnen als Dämmstoffe für das Bauwesen; Gütesicherung
weitere Infos Güteschutzgemeinschaft Hartschaum e.V.
IVH Industrieverband Hartschaum e.V.
EPS-Verband Schweiz
Hersteller BASF Aktiengesellschaft (Styropor®)
IsoBouw Dämmtechnik GmbH
Austrotherm Dämmstoffe GmbH


Polystyrolextruderschaum (XPS)
Herstellung Extrudierter Polystyrolhartschaum (XPS) wird auf Extrusionsanlagen als kontinuierlicher Schaumstoffstrang hergestellt. Im Extruder wird Polystyrol aufgeschmolzen und nach Zugabe von CO2 (Kohlendioxyd) oder im Ausland teilweise auch noch HFCKW (teilhalogenierter Flurchlokohlenwasserstoff) als Treibmittel durch eine Breitschlitzdüse ausgetragen, hinter der sich dann der Schaumstoffstrang aufbaut. Es sind Dicken zwischen 20 und 200 mm herstellbar. Nach Durchlaufen einer Kühlzone wird mit nachgeschalteten Maschinen der Strang zu Platten gesägt und die Randausbildung vorgenommen. Auf den Deckflächen der Platten bleibt die Schäumhaut erhalten. Für den Anwendungsfall "Dämmung unter Putz" wird entweder die Schäumhaut entfernt, die Platte hat dann eine rauhe Oberfläche oder erhält eine waffelförmige Pröägung der Oberfläche. Nach Kofektionierung werden die Platten bis zur Maßkonstanz abgelagert.
Eigenschaften Extrudierter Polystyrol-Hartschaum ist ein geschlossenzelliger Schaumstoff und nimmt nut geringe Mengen an Feuchtigkeit auf. XPS ist wenig elastisch, verrottungsfest und alterungsbeständig. Polystyrolextruderschaum ist nicht UV-beständig
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,035-0,045 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 1.500 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   80-200
Baustoffklasse: B 1 schwerentflammbar
Temperaturbeständigkeit: 75 °C (langfristig bei 5 kN/m²)
°C (kurzzeitig)
Rohdichte ρ: 25-45 kg/m³
Druckfestigkeit: 0,15-0,70 N/mm² (Druckspannung bei 10% Stauchung nach DIN EN 826)
0,06-0,25 N/mm² (Dauerdruckbelastung Stauchung <2%)
Ausdehnungskoeffizient: 6-8 ·10^-5 1/K
Primärenergiegehalt: 450-1.000 kWh/m³
Anwendung Dach: Flachdach, Umkehrdach
Decke: Bodendämmung bei hoher Belastung
Wand: Sockelbereich
Keller: Perimeterdämmung
bei Feuchtebelastungen
Schwimmbaddämmung
lastabtragende Dämmung
Bemerkungen In Deutschland wird XPS nur noch ohne das Treibmittel HFCKW hergestellt.
Umweltaspekte + downrecycling möglich, meist energetische Verwertung
- im Brandfall können Gefahrstoffe freiwerden, begrenzte Rohstoffe, z.T. Verwendung von H-FCKW (ggf. Importware), Ausgangsstoffe toxisch
Normen DIN EN 13164:2001-10
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus extrudiertem Polystyrolschaum (XPS) - Spezifikation; Deutsche Fassung EN 13164:2001

DIN 18164-1:1992-08,
Schaumkunststoffe als Dämmstoffe für das Bauwesen;
Dämmstoffe für die Wärmedämmung

DIN 18 164-2:2001-09
Schaumkunststoffe als Dämmstoffe für das Bauwesen;
Dämmstoffe für die Trittschalldämmung; Polystyrol-Partikelschaumstoffe

ÖNORM B 6053 XPS-G/-R

ÖNORM EN 13164
Wärmedämmstoffe fuer Gebäude - Werkmässig hergestellte Produkte aus extrudiertem Polystyrolschaum - Spezifikation
weitere Infos FPX Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff
Hersteller BASF Aktiengesellschaft (Styrodur® C)
Dow Deutschland GmbH & Co. KG (Styrofoam, Roofmate, Floormate, Perimate, Wallmate)
Austrotherm Dämmstoffe GmbH
Gefinex-Jackson Vertriebs-GmbH

Dienstag, 12. Oktober 2010

Schadstoffe im Bauwesen - aus planerischer und medizinischer Sicht

Schadstoffe im Bauwesen - aus planerischer und medizinischer Sicht -
Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussion
Mittwoch, 20. Oktober 2010 um 19 Uhr im Haus der Architekten,
Saal Hugo Häring, Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart


In Anbetracht ständig neuer Materialien, die auf den Baumarkt kommen, ist der Überblick für den Einzelnen schwierig. Gesundheitliche Langzeitwirkungen sind oft nicht absehbar. Um zur Aufklärung in dieser komplexen Thematik beizutragen, um bautechnische Probleme und ihre Auswirkungen auf uns Menschen zu beleuchten, lädt die Architektenkammer zu einer Vortragsveranstaltung ein. Es referieren der Umweltmediziner Dr. med. Michael P. Jaumann sowie der Architekt und Umweltökologe Dipl.-Ing. Holger König. Die Begrüßung übernimmt Matthias Grzimek vom Landesvorstand der Architektenkammer Baden-Württemberg.


Die Veranstaltung ist kostenlos.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 18. Oktober per E-Mail:
architektur@akbw.de oder per Fax: 0711-2196-101

Mittwoch, 18. August 2010

Scribus - kostenloses Layout-Programm für alle Plattformen

Scribus ist ein freies Desktoppublishing-Programm für Linux-, Unix-, Mac-OS-X-, OS/2- bzw. eCS- und Windows-Systeme. Es dient der professionellen Erstellung von Layouts und ist vergleichbar mit Adobe PageMaker, QuarkXpress oder Adobe InDesign. Im Unterschied zu diesen proprietären Programmen ist Scribus freie Software und unter der GNU General Public License lizenziert.

Scribus unterstützt eine Vielzahl von Funktionen, die für professionelle Druckvorlagen benötigt werden. Dazu zählen Farbmanagement (mit LittleCMS), Farbseparation durch CMYK-Ausgabe, PDFs nach PDF/X-3-Standard, PDF-Import, Tabellen und Vektorzeichnungen. Darüber hinaus bietet Scribus auch erweiterte PDF-Funktionalitäten wie Erstellung von PDF-Präsentationen und PDF-Formularen. Das Verwalten von Fuß- und Endnoten wird dagegen noch nicht unterstützt.