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Donnerstag, 14. Februar 2013

Stuttgart 1921 - Hauptstadt der Avantgarde

Stuttgart 1921

Frischer Wind aus Schwabenland! Stuttgart 1921, als in Württembergs Hauptstadt die Avantgarde tobte und die Republik gelebt wurde.  Jazz und Café-Kultur der 1920er prägen Stuttgart.
Ein Wohnblock, entworfen von Ludwig Mies van der Rohe für die Stuttgarter Weißensee-Siedlung im Jahr 1927





Mittwoch, 26. Oktober 2011

The Tower of Eben-Ezer

Gerade außerhalb Maastrichts in der belgischen Landschaft legt Eben-Emael, eine unaktivierte Festung, die einen entscheidenden Nazisieg im Mai von 1940 sah. Da der Krieg das Fort verlassen worden ist, aber zur Öffentlichkeit noch geöffnet ist. Mit Rest einiger Relikte gab es nicht ein vollständiges Los, zum zu sehen. Das heißt, bis 1963, als ein Mann mit einer frommen Obsession und zu vieler Zeit auf seinen Händen sich entschied, einen mittelalterlichen schauenden Aufsatz zu errichten.

Donnerstag, 25. August 2011

sectio aurea - Der Goldene Schnitt - Proportionslehre in der Architektur

Der Goldene Schnitt ist ein bestimmtes Verhältnis zwischen zwei Zahlen oder zwei Größen.

Zum Beispiel stehen zwei Teile einer Strecke im Verhältnis Φ, wenn sich der größere zum kleineren Teil verhält wie die ganze Strecke zum größeren Teil.
Streckenverhältnisse wie beim Goldenen Schnitt werden seit der griechischen Antike als Inbegriff von Ästhetik und Harmonie angesehen. Sie werden als ideale Proportionen in Kunst und Architektur angewendet, kommen aber auch in der Natur vor.

Proportionslehre in der Architektur

Frühe Hinweise auf die vermutlich unbewusste Verwendung des Goldenen Schnittes stammen aus der Architektur. Die Schriften des griechischen Geschichtsschreibers Herodot zur Cheops-Pyramide werden gelegentlich dahingehend ausgelegt, dass die Höhe der Seitenfläche zur Hälfte der Basiskante im Verhältnis des Goldenen Schnittes stünde. Die entsprechende Textstelle ist jedoch nur interpretierbar. Andererseits wird auch die These vertreten, dass das Verhältnis 2:π für Pyramidenhöhe zu Basiskante die tatsächlichen Maße noch besser widerspiegele. Der Unterschied beider Thesen beträgt 3,0 %.
Viele Werke der griechischen Antike werden als Beispiele für die Verwendung des Goldenen Schnittes angesehen wie beispielsweise die Vorderfront des 447–432 v. Chr. unter Perikles erbauten Parthenon-Tempels auf der Athener Akropolis. Da zu diesen Werken keine Pläne überliefert sind, ist nicht bekannt, ob diese Proportionen bewusst oder intuitiv gewählt wurden. Auch in späteren Epochen finden sich zahlreiche Beispiele für die goldene Proportion, wie etwa der Dom von Florenz, die Notre Dame in Paris oder die Torhalle in Lorsch (770 n. Chr.) . Es gibt jedoch keinen empirischen Nachweis für eine signifikant größere Häufigkeit des Goldenen Schnittes in diesen Epochen im Vergleich zu anderen Teilungsverhältnissen. Ebenso fehlen historische Belege für eine absichtliche Verwendung des Goldenen Schnittes.
Ein Beispiel für die bewusste Umsetzung des Goldenen Schnitts ist das Alte Rathaus in Leipzig, ein Renaissancebau aus den Jahren 1556/57. Der aus der Mittelachse gerückte Rathausturm galt als architektonische Avantgardeleistung der damaligen Zeit und stand mit dem dadurch verursachten Wirbel und Aufruhr für das städtische Selbstbewusstsein der Stadt. Auch dem Stadtgrundriss des nordhessischen Bad Arolsen liegt der Goldene Schnitt zugrunde. Er erstreckt sich vom Schloss über die gesamte, geplante Barockstadt. Hier wurde der Goldene Schnitt allerdings dazu verwendet, die göttliche Ordnung auf Erden und damit die Erhabenheit des damaligen absolutistischen Fürsten aufzuzeigen.
Der Architekt und Maler Le Corbusier (1887–1965) entwickelte ab 1940 ein einheitliches Maßsystem basierend auf den menschlichen Maßen und dem Goldenen Schnitt. Er veröffentlichte es 1949 in seiner Schrift Der Modulor, die zu den bedeutendsten Schriften der Architekturgeschichte beziehungsweise -theorie gezählt wird. Bereits 1934 wurde ihm für die Anwendung mathematischer Ordnungsprinzipien von der Universität Zürich der Titel doctor honoris causa der mathematischen Wissenschaften verliehen.

vgl. Wikipedia

Donnerstag, 26. Mai 2011

Neue/Alte Pyramiden "gefunden"

Das Infrarotbild auf dem Recht deckt die alten Stadtstraßen von Tanis nahe Moderntagsan-EL Hagar auf
Gute Nachrichten im Brotkorb der Zivilisation: Archäologen haben 17 verlorene Pyramiden in einer Infrarotsatellitenübersicht - „verloren“ identifizierent, weil sie jetzt Untertage sind. Der BBC berichtet dass die Universität der Alabama-geführten Studie, die auch über 1.000 Gräbern und 3.000 alten Regelungen entdeckt wird. „Die Mannschaft analysierte Bilder von den Satelliten, die 700km über der Erde in Umlauf bringen, ausgerüstet mit Kameras, also leistungsfähig können sie Gegenstände festlegen weniger als 1 Meter im Durchmesser auf der Oberfläche der Erde.“ Das Infrarot könnte Regelungen dann ermitteln, da die alten Strukturen, die vom Schlammziegelstein errichtet werden, viel dichter als der umgebende Boden ist. In Tanis in dem Graben-durchsatelliten gehabt wird, erbrachten die Satellitenbilder die extrem genauen Resultate und gaben Hoffnung zur Idee, dass es Ägypten helfen kann, die Antiquitäten des Landes zukünftig zu schützen. Bleiforscher Dr. Sarah Parcak sagt, „, eine Pyramide auszugraben ist der Traum jedes Archäologen.“ Und jeder Architekturherausgeber. Besonders die, die in kakifarbigem und im Sonnenbrand ausgezeichnet schauen. [via BBC]

Donnerstag, 21. April 2011

Kulturpalast am Leninplatz (Prypjat-Tschernobyl)
























Masyr ist eine Stadt mit 111.600 Einwohnern (2006) im im Südosten Weißrussland, 133 nordwestlich von Homel und 320 km südlich von Minsk. Masyr liegt am Fluss Prybjat (Pripjet) nahe dem Sperrgebiet, das in Folge des Reaktorunglücks von Tschernobyl eingerichtet wurde.

Freitag, 15. April 2011

Neues Museum Berlin

Neues Museum in Berlin erhält EU-Preis für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis 2011

Das Neue Museum in Berlin wird mit dem Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis ausgezeichnet. Dies gab die Europäische Kommission bekannt. Neu und alt finden sich in diesem Gebäude vereint, das unter der Leitung des britischen Architekten David Chipperfield rekonstruiert wurde.

Das Neue Museum in Berlin vereint Vergangenheit und Gegenwart in einer großartigen Kombination von zeitgenössischer Architektur, Restaurierung und Kunst. Das Haus „Collage“ in Girona ist ein weiteres Beispiel für eine gelungene Neugestaltung, bei der alte und neue Materialien in einem harmonischen Ganzen zusammengefunden haben.“ 



Das ursprüngliche Neue Museum wurde nach den Plänen von Friedrich August Stüler in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es jedoch schwer beschädigt. Im Jahr 2003 begann dann der Wiederaufbau mit dem Ziel, dem Gebäude wieder zu seinem einstigen Glanz verhelfen. David Chipperfield, der zusammen mit seinem britischen Kollegen Julian Harrap an diesem Projekt arbeitete, wählte für die Restaurierung ein dynamisches Konzept. Anstatt die Unterschiede zwischen alten und neuen Elementen zu kaschieren, wurden Vergangenheit und Gegenwart auf bewundernswerte Weise kombiniert und damit ein einmaliges und vielschichtiges Gebäude geschaffen.

Schnitt durch den Südflügel mit dem Griechischen Hof - mit Eisenkonstruktionen in den Kunstkammersälen im dritten Geschoss als entmaterialisierte Variante der Bogenstellungen in den unteren Geschossen. Grafik: Friedrich August Stüler

Siehe auch Artikel "Neues Museum in Berlin erhält EU-Preis für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis 2011"

schnitt südflügel (griechischer hof) von friedrich august stüler
 

Hintergrund

Die Architektur leistet einen bedeutenden Beitrag zur Wirtschaft der EU. Die Branche ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur- und Kreativindustrien, in denen 8,5 Millionen Menschen in der EU beschäftigt sind und die einen Anteil von 4,5 % am europäischen BIP ausmachen. Das EU-Programm „Kultur“ mit einem Gesamthaushalt von 400 Mio. EUR für den Zeitraum 2007-2013 unterstützt Kooperationsprojekte im Bereich der Architektur und des Kulturerbes.

Der Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur wurde 1987 ins Leben gerufen und ist der renommierteste europäische Architekturpreis. Er wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 60 000 EUR dotiert. Der Sonderpreis für junge Architekten ist mit 20 000 EUR ausgestattet.

Die Preisträger wurden unter 343 Bewerbern aus 33 europäischen Ländern ausgewählt.

Donnerstag, 14. April 2011

Funktionsprinzip Wasserturm

Wasserturm in Basel, Querschnitt

Wasserturm_Bruderholz_Schema

 
Die Wasserversorgung der an das Wassernetz angeschlossenen Gebäude erfolgt allein mit Hilfe der Schwerkraft des Wassers im Hochbehälter. Dabei dient der Hochbehälter auch als Ausgleichsbehälter. Das aus dem Wassernetz entnommene Wasser führt zu einer Verminderung der Wassermenge im Hochbehälter. Daher wird der Hochbehälter regelmäßig nachgefüllt, so dass der Wasserpegel möglichst auf gleicher Höhe bleibt. Auf diese Weise wird der Wasserdruck im Netz konstantgehalten. In Wassernetzen mit Hochbehälter werden Pumpen ausschließlich zum Befüllen des Hochbehälters benötigt.
Damit das System funktioniert, darf kein Abnehmer höher als der Hochbehälter liegen (Prinzip der kommunizierenden Röhren).

Freitag, 13. November 2009

Das FAZ über das Bode-Museum

FazNet Meldung über das Bode-Museum:

"Beginnend mit der Kopie von Schlüters Reiterstandbild des Großen Kurfürsten, die den Besucher empfängt und gleichsam vorsorglich überwältigt, da der Eintretende sie kaum mit dem nötigen Abstand betrachten kann, über die Ornamente, Adlerschwärme und Inschriften des Kuppelschmucks bis hin zu den Fürstenstandbildern in der Kleinen Kuppelhalle ist das architektonische Rückgrat des Baus so etwas wie ein Pantheon. Ein Pantheon allerdings, das die Herrscher nicht in irgendeiner beliebigen Funktion feiert, sondern in einer sehr spezifischen: in ihrer Gestalt als Förderer der Künste."

Donnerstag, 30. Juli 2009

Byzantinische Baukunst - Früh-, Mittel,- und Spätbyzantinische Kunst

Frühbyzantinischen Kunst

Diese Epoche in der Übergangsphase von der frühchristlichen Kunst ist in der Zeit um 500 durch die Herausbildung eines eigenen Stiles gekennzeichnet, als die Porträts byzantinischer Konsuln auf den Elfenbeindiptychen den anonym-typisierten Charakter der Ikone anzunehmen begannen. Das goldene Zeitalter der frühbyzantinischen Kunst und Architektur fällt in die Regierungszeit Kaiser Justinians I. (527-565), eines bedeutenden Bauherrn und Förderers der Künste.

Baukunst der Frühbyzantinischen Kunst

Der sakrale Baustil der frühbyzantinischen Zeit war ebenso vielfältig wie die Mosaikkunst und von heidnisch-antiken und frühchristlichen Traditionen beeinflusst. Es lassen sich zwei Arten des Kirchenbaus unterscheiden: Die antike Basilika, bei der das Mittelschiff mit Holzdecke von Säulengängen flankiert wird, die in eine halbrunde Apsis münden, und der überkuppelte Zentralbau, der damals dominierend war.

Die Hagia Sophia in Konstantinopel stellt eine Verbindung von Langhaus und Kuppelrundbau dar. Sie wurde in nur fünf Jahren für Justinian I. von Anthemios von Tralles und Isidor von Milet errichtet und 537 geweiht. Ihr klares, schmuckloses Äußeres steht im starken Gegensatz zur üppigen Ausgestaltung der Innenräume. Die 56 Meter hohe Zentralkuppel scheint über einem Ring aus Licht zu schweben, das durch Fensterreihen am Fuß der Kuppel einfallen kann. Vier Kugeldreiecke, die so genannten Kuppelzwickel, stützen die Ränder der Hauptkuppel. Dieser Übergang zwischen Kuppel und ihrer quadratischen Basis durch die Verwendung der Kuppelzwickel war ein wichtiger Beitrag der byzantinischen Baukunst zur Entwicklung der Architektur.


Mittelbyzantinischen Kunst

Das Verbot der figürlichen Darstellung wurde 843 unter der neuen mazedonischen Dynastie (867-1050) aufgehoben. In dieser Epoche, die bis zur Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer andauerte, kam es zu einem Wiederaufblühen der Kunst in Rückbesinnung auf die Antike. Deutlich wird dies besonders in der Buchmalerei, von der wenige Stücke aus dem 9. und 10. Jahrhundert erhalten geblieben sind und die auf Manuskripten im hellenistischen Stil der spätantiken Phase beruhten, die fast vollständig verloren sind.

Baukunst der Mittelbyzantinischen Kunst

Im Gegensatz zur künstlerischen Experimentierfreudigkeit der frühbyzantinischen Phase stand die mittelbyzantinische Zeit im Zeichen der Konsolidierung. Im Kirchenbau griffen die Baumeister auf das Modell des Zentralbaus zurück, die Motive der Innenausschmückung erfuhren eine starke Systematisierung. Es entstand mit der Kreuzkuppelkirche auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes der klassische Typus des byzantinischen Kirchenbaus, bei dem vier Säulen den Tambour stützen, welcher die Kuppel trägt.


Spätbyzantinische Kunst

Eine kurze Phase weströmischer Herrschaft über Konstantinopel endete, als 1261 die letzte byzantinische Dynastie der Palaiologen (1258-1453) trotz großer Gebietsverluste an die Herrschaft kam. Obgleich das Byzantinische Reich in dieser Zeit nur noch die unmittelbare Umgebung der Hauptstadt umfasste, erlebten Kunst und Architektur eine neuerliche Blüte.

Baukunst der Spätbyzantinischen Kunst

Die vertikale Konstruktion des Kirchenbaus wurde betont und der Fünfkuppelbau zur Regel. Die Zylinderwände, auf denen die Kuppeln ruhten, erreichten gigantische Ausmaße und waren meist oktogonal (achteckig) gestaltet. Die Kuppeln wurden gerne zu kleinen Stutzkuppeln reduziert. Auch der Fassadenverzierung wurde nun größere Aufmerksamkeit geschenkt.

Mittwoch, 24. Juni 2009

A Tour of Fallingwater

Frank Lloyd Wright.. Fallingwater- sehr gute Dokumentation in guter Qualität.

Samstag, 14. März 2009

Architecture Art Styles - Gothik to Cubism

Gothic
C12th-16th - Detailed & devotional: pointed stone arches, stained glass and ribed vaulting.

Renaissance
C14th-16th - The classical revival in learning & all manner of sculpture, art, and architecture. Oil painting and use of perspective were developed

Mannerism
mid-late C16th - An exaggeration of the Renaissance, which grew overly extravagant and stylised

Baroque
C17th - Encouraged by the Roman Catholic Church, the Baroque style unified the various forms of art and architecture, creating realistic & dramatic work

Rococo
mid-late C18th - A highly ornate and lightweight, decorative style, developed in part at the court of King Louis XV

Neo-Classicism
1750-1850 - A return to Greek classical formality in art & architecture in a response to (and rejection of) Baroque and Rococo

Romanticism
1780-1850 - The championing of human emotion, and the inspiration of the natural world in reaction to industry and the Enlightenment.

Arts & Crafts
1850-1870 - Antiindustrial revival of authentic decorative, and functional craft, for social reform.

Impressionism
1860s-80s - The exploration of colour & technique to capture the transience of light

Pointillism
1880s - Painting style using small dots of primary clour which merge to form an image

Post-Impressionism
1880-1910 - A move away from Impressionistic representation, towards a more abstract and emotional approach

Art nouveau
1890-1915 - Detailed decorative style, using both fluid curved lines and strict geometry

Fauvism
1900-1908 - The French ‚movement’ championing daring, bold, clourful & exuberant work

Expressionism
1900-40s - A style emphasising the emotions and responses of the artist, rather than the realistic depiction of a subject

Cubism
1900s-20s - Developed by Picasso and Braque, an influenced by Cezanne and tribal art, Cubism sought ways to see the essence of the subject by showing all of ist fragmented facets simultaneously

Baugeschichte Moderner Architektur - Blatt 1

Dokumentation der Baugeschichte Moderner Architektur die digitalisiert werden musste.. dia's

Blatt 1

Bild 1
Dresden, Japanisches Palais 1719
Barockgrundriss -> Ellipse ist Lieblingsform. Irrationale die Bewegung, es durchdringt. Ellipse hat Orientierung, Richtung, dauerhafte Form.
Renaissance hat den Kreis als Lieblingsform -> ruht in sich, ist vollkommen.
Klassizismus -> man kommt zum Kreis zurück -> rationale (1793 Frankreich)

Bild 4
Rom, S.Ignazio, Decke, Andrea Pazzo ebene Decke, irrational

Bild 5
Rom, Sant‘ Ignazio, Deckenfoto 1691-94 Wunsch von Bewegung, kunstillusionistische Perspektive

Bild 6
Steinhausen, innen, Seitenwand Paradiesische Zeit, letzte europäische Epoche, bei der alle ein gemeinsames Weltbild haben, danach bricht es zusammen -> Architektur, Kunst, Musik, Kleidung sind in diese Epoche noch untereinander stimmig.
Mozart + Goethe kannten die Dampfmaschine bereits -> Technik, Industrialisierung ->
Landflucht. Kirche in Oberschwaben, nicht zu erkennen was Stuck oder was
illusionistische Malerei ist.

Bild 7
Brühl, Falkenlust, Spiegelkabinett Spiegelkabinett typisch Barock -> verschwimmen von Realität und Täuschung. Theater oder Opern sind deshalb oft Barock.

Bild 8
Rohr, Himmelfahrt Mariens. Egid Quirin Asam Bewegung, Engel ist auch wieder da

Bild 10
Brühl, Schloss Augustusburg Stuckmarmor bedeutet auch Illusion, den es ist kein echter Marmor; es wird etwas vorgetäuscht. Inszenierung für den Gast.

Bild 12
Neresheim, Leica 21 Kirchenraum von Balthasar Neumann (1687 - 1753)
Höhepunkt/Schlusspunkt führt weg von Barock -> farbiger Marmor wird blanco.
Malerein zieht sich in die vorgegebene Felder der Architektur zurück, es wird ruhiger + stiller. Seite 3 von 30

Bild 13
Wiblingen, ehem. Klosterkirche, innen Schwingen des Grundrisses geht weg

Bild 14
St.Blasien, ehem. Klosterkirche, Grundriß, D’Ixnard 1768-83 Grundriss Kirche aus dem Klassizismus

Bild 15
St.Blasien, ehem. Klosterkirche, d‘Inard Addetives Prinzip

Bild 16
St.Blasien, ehem. Klosterkirche, d‘Ixnard Rechteck fügt sich an eine Kreisform an (streng rechtwinklig) alles ist weiß, keine Malereien mehr.

Bild 17
E.L. Boulleé, Newtan – Konotaph 1784 Revolutionsarchitektur (französische Architekten)Kenotaph für Newton von Étienne-Louis Boullée (1728 – 1799) -> (Nicola Ledoux)Grabdenkmal [aber leer]Kugel ∅150 m, Menschen brauchen Ideale;
bei Tag erscheint durch Öffnungen ein Sternenhimmel (Planetarium), bei Nacht wäre
dann eine Sonne zu sehen (Erinnerung, Archiv, Museum, Bibliothek waren die
Gedanken damals)

Bild 18
E.L. Boulleé, Nat.Bibliothek, Paris, 1785 Strenge – Griechische Antike
Römisches Motiv (frühe Antike) -> Tonne, es wird immer banaler zum 19. Jahrhundert
hin.

Bild 19+20
Claude, Nicolas Ledoux
Revolutionsarchitekt, grosse Aufträge vom König - viele Wachtürme Stadtplanung im Auftrag des französischen Königs Begriff Revolutionsarchitektur stammt aus den Jahren von 1920 Canova (spätes 18. Jahrhundert) gehörte auch zum Regime (Revolutionsarchitektur) Gemeinwesen, wie leben die Menschen Idealstadt/-manufaktur
(Salz gewinnen -> Hauptgrund des König, unterirdisches Salz -> Steinsalz)
Stadt liegt am Fluss Loue, mit dessen Wasser wurde das Salz ausgespült -> Sole ->
das war die Idee für die Stadt (wurde aber nie ganz fertiggestellt, nur der vordere Teil)Im Zentrum steht das Gebäude des Direktors, drum herum stehen die
Arbeiterwohnhäuser (Puff, Gefängnis, Bibliothek, Kindergärten, Schulen) wurden alle
mitgeplant. Seite 4 von 30

Baugeschichte Moderner Architektur - Blatt 2

Blatt 2

Bild 1
Arc-Et-Senans, Luftaufnahme ‚Ideal‘ Stadt (utopisch) Zentrum – Salz-Industrie (kam aber wegen der Revolution nicht richtigzum laufen)

Bild 2
Arc-Et-Senas, Maison du Directeur Haus des Direktors (dorisches Vorbild) (überinterpretiert) griechisch-römisch.

Bild 3
Arc-Et-Senas, Claude-Nicolas Ledoux kalt, hart, streng, Klarheit

Bild 4
Ledoux, Maison du Directeur de la Loue 1804 Haus des Wächters des Flusses Loue (Wasserwächter -> Quellmeister)

Bild 8
Peter Speeth, Gerichstdienerhaus, Würzburg Deutsche RA Peter Speeth (1772- 1831)-> Gefängnis in Würzburg (für Frauen)-> unbehaglich, Höllentor, 10 kleine Säulen über dem Eingang -> 10 Gebote

Bild 9
Peter Speeth, Getreidemagazin Container -> keine oder kaum Fenster, großes Tor

Bild 10
Peter Speeth, Totendenkmal 1810 Denkmalbauten -> Vermischung von Stilen; ägyptische Kunst mit griechisch-römischen Elementen (Pyramiden, Säulen, Schriften)

Bild 11
Giannantonio Selva 1813, Denkmal für Napoleon, Ansicht Wurde nicht gebaut - griechisch-römischen Tempelfassade, ägyptische Pyramide

Bild 12
Giannantonio Selva 1813, Schnitt Im Innern -> komplettes Pantheon

Bild 13
Ferdinand, Stanley Mausoleum 1805 Sphinxen -> ägyptische Elemente

Bild 14
Joh. Gottfr. Shadow : Friedr. Gilly 1801 Deutsche Architekten (Berlin) (in der Zeit der Napoleonische Kriege)Seite 5 von 30. Friedrich Gilly (1772 – 1800) lebte einige Zeit in Paris, hat wenig gebaut und ist früh, mit 28 Jahren, an Tuberkulose gestorben. Vater David Gilly (1748 – 1808) hatte die erste Bauakademie in Preußen gegründet. Büste -> 1. klassizistisches Portraitbild

Bild 15
F. Gilly, Friedrichsdenkmal, Entwurf 1797 Mit 18 Jahren ist der Entwurf entstanden. Wettbewerb für Friedrich den Großen. Großer, offener Hof, Statue wie im griechischen Antiken -> Triumphbogen, Tempel, pathetische Vorhaltung

Bild 16
F.Gilly, „Königshütte“ Entwurf ca 1797 Nahm seinen Anfang in England -> Eisenhütte -> neuer Auftrag an die Architektur durch Industrialisierung ägyptische Säulen, aus Funktion ergibt sich eine eigene Form -> die auch schön dadurch ist.

Bild 17
F.Gilly, Parkgebäude mit Grabmal 1806 Solitude: Einsamkeit, Sentimentalität -> englischer Garten; ohne großen Plan -> erschließt sich im Einzelnen, nicht ablesbar (Verdute: Schöner Anblick, Ansicht) Zu dieser Zeit wird Briefe schreiben wieder modern. Zentralbau mit vorgestellten Tempelportikus -> verbreitete Form ab 1820ff ->
Klassizismus, z. B. Grabkapelle auf dem Rotenberg.

Bild 18
Possagno, Antonio Canova Antonio Canova (1757-1822), großer Bildhauer im Klassizismus -> kühler, glatter Stil von ihm, lieferte nach ganz Europa.
Hat zu seinen Lebzeiten eine Gedenkkirche für sich bauen lassen (dort wurde er auch
beigesetzt, mit Ausnahme: sein Herz und Hand liegen in Venedig).
(In England gibt es kaum Barockarchitektur) Andrea Palladio’s Architektur (1508 – 1580) wurde immer wieder in England aufgenommen. Dannecher, Canova, Torwalzen (Kopenhagen) 3 größten Bildhauer.

Bild 19
Venedig, Basilica die Frari, Kenotaph für Antonio Canova 1827 Pyramide steht für Ewigkeit

Bild 20
Possagno, Gipsoteca, Antonio Canova - Carlo Scarpa (1906 – 1978). Beginn einer Serie (Ökonomie) Manufaktur – alles in weiß. Seite 6 von 30

Baugeschichte Moderner Architektur - Blatt 3

Blatt 3

Bild 1
Karl Friedrich Schinkel - Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) * 1781 in der Provinzstadt Neuruppin (Brandenburg). – Ging dann nach Berlin (war Schüler und Freund von Fr. u. D. Gilly). Schinkel war ein hochbegabter Zeichner und Maler.
Ohne Perücke (ist nicht mehr üblich)

Bild 2
K.F. Schinkel Selbstbildniss mit Frau Susanne Strenger, harter Klassizismus von Schinkel ist beteiligt an der Fertigstellung des Kölner Doms (deutscher nationaler Aufbruch, zusammen fügen) -> Propagandist. Denkmalpflege war im Barock fremd,
genauso das Sammeln von Sachen (Bibliotheken, Museen)

Bild 3
K.F. Schinkel in Neapel 1824, Gemälde von Franz Louis Catel Schinkel in Italien
Im 16./17./18. Jahrhundert Kavaliersreisen1 (Reiten, Fechten, Fremdsprachen). Die
jungen Männer wurden nach Italien geschickt; später reisten immer mehr Künstler dort
hin, auch Goethe. Noch später reiste man nicht mehr nach Italien, sondern nach England. Schinkel war da -> Museumsbau, Industriebauten wurden studiert; am Ende des 19. Jahrhunderts wurde nach Frankreich gereist.

Bild 4
Henry Park : Student beim Vermessen des Kator- u Pollux-Tempels, Rom 1819
Frack & Zylinder -> Werthertracht (Mode der Zeit) beim Aufmessen

Bild 5
K.F. Schinkel, Blick in Griechenlands Blüte 1825 Ölbild von Schinkel (Original ging bei Feuer nach dem Kriege in Berlin verloren) Baustelle eines Tempels (griechisch).
Schinkels Zeitgenossen (bis 1835) waren nie in Griechenland, aber schwärmten davon.
-> Hölderlin, Winckelmann schrieben über Griechenland: „Edler Einfall größter Kunst“,
-> Goethe schreib in Iphigenie: „Edle Einfalt, stille Größe“.

Bild 6
Schinkel Bühnenbild „Die Vestalin“ Zylindrisch. Schinkel
-> lässt Panoptikum bauen; runder Grundriss , bemalte sie und verlangte dafür Eintritt.
-> fertigt Bühnenbilder für Opern und Hoftheater Berlin
-> entwickelt Architektur als Bühnenbilder
-> entwickelt eigene Drucktechnik. Pantheon – üblicher Typus -> Kuppel 1 Kavaliere = junge Männer. Seite 7 von 30.
Bbaute später auch das Bühnenbild: Altes Museum in Berlin (seltene, kuriose
Gegenstände wurden dort in Galerien2 gesammelt) -> Kunst soll bilden & fromm
machen. Entstand ca. 5 Jahre nach dem britischen Museum; hiernach entstand die Kryptothek in München.

Bild 7+8
Schinkel, Bühnenbild „Die Vestalin“ Griechisch, römische Antike ist enthalten.
Vermischung -> sammeln Romantik & Gotik -> Historismus.

Bild 9
Schinkel, Bühnenbild „Die Zauberflöte“ (September 1791 – Uraufführung in Wien)
Klassizismus in schönster Art -> ohne Historismus (erinnert an Newton – Kenograph).

Bild 11
Schinkel (1781-1841), Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer 1815 Gotische Kathedrale – gehört in eine Stadt, ist Ausdruck des städtischen Gemeinwesens, gehört nicht an einen Fluss oder in einen Wald, Historismus -> Vermischung von verschiedenen Orten. Gotische Kathedrale in der Romantik Rezeption, Interpretation der gotischen Kathedrale werden der Realität nicht gerecht.

Bild 12
Joh. Gottfried Schadow 1796-1797, Kronprinzessin Luise u. Prinzessin Friederike
Geschwister, links Königin Luise, die Frau von König Friedrich Wilhelm II. -> Bildhauer Johann Gottfried Schadow (1764 – 1850); Brandenburger Tor frühstes Bildnis im Klassizismus. Königin trägt Tuch und Gewand grec. (griechischer Art) Freiheit von jeglicher Bevormundung.

Bild 13
Berlin, Schloß Charlottenburg, Schlafzimmer der Königin Luise Schinkel richtet dieses Zimmer ein (von Königin), verzichtet auf Pomp und Übermaß, sehr schlicht, Schönheit des Materials, funktional (-> Biedermeierstil).

Bild 14
Gransee, Schinkel Denkmal für Königin Luise, Preußisch, Gotik / Gusseisen,Schwz,dkl
Land litt unter Napoleon und besetzte Preußen; Königin fiel auf die Knie, um um Gnade
zu bitten vor dem Kaiser. Luise starb dann aber und wird dann nach Charlottenburg
zurück gebracht. Schinkel baute das Denkmal für sei aus Gusseisen (sehr preußisch).
Preußen: Dunkel, grau, bescheiden „Gold gab ich für Eisen“. 2 Galerie = Flur, Gang der zwei Bauten oder Schlösser verbindet. Seite 8 von 30

Bild 15
Schinkel, Mausoleum für Königin Luise, Griechischer Tempel Grab von Luise neben dem Schloss Charlottenburg (Entwurf: 1. griechisch, 1. römisch, 1. gotisch).
Gebaut wurde der griechische Tempel. Heinrich Hübsch (1795 – 1863) schrieb ein Buch: „In welchem Style sollen wir bauen?“ – merkwürdige Situation (Abhängigkeit von den Vorbildern geht weg). Friedrich Ludwig von Sckell (1750 – 1823) war ein großer Gartenbauarchitekt, auch in Schwetzingen (touristischer Tipp). Gartendenkmalpflege wurde dort betrieben. Er hat auch den Englischen Garten in München gestaltet. Den Garten hat er mit einem einem großen Zeichenstock abgelaufen und markiert.

Bild 16
Berlin, Bauten von Schinkel - Stadtplan von Berlin mit gekennzeichneten Bauten von Schinkel (Brandenburger Tor, Zeughaus, Schloss (neuer Packhof), Museumsinsel, Schinkelisches Museum mit Lustgarten, Schauspielhaus, Dom usw.)
König Wilhelm II. – letzter württembergischer König, beigesetzt in Ludwigsburg -> war
zuletzt in Berlin tätig. Wilhelm I. ⎫ Karl ⎬ württembergische Könige Wilhelm II. ⎭
Viele Bauten in Berlin sind königliche Bauten gewesen und deshalb sind sie auch nur
dort entstanden; ebenfalls die Kirchen. Museum, Neue Wache, Schauspielhaus, Kirche, Bauakademie sind die wichtigsten, auch noch bestehenden Bauten von Schinkel.

Bild 17
Berlin, Neue Wache, Schinkel 1817, Klassizismus, Dorischer Giebel
Antikes Vorbild mit Kombination von neuen Formen – dorischer Giebel/Säule – ohne
Basis und strenge Kapitell, Fensterlos, stark mit knapper Profilierung – zurückhaltende Fassade -> militärisches Vorbild (Militärarchitektur)

Bild 18
Berlin, Altes Museum Schinkel, Antiker Bau – Ionische Säulen
ionisch Säule -> antikes griechisches Vorbild

Bild 19
Berlin, Altes Museum 1822-1830 – Pantheon, Rom
Bühnenbild im Innern des Museums; selbst die Kuppel wird für sein Bühnenbild genutz.
Stützen in den Säulen nicht konstruktiv - Seite 9 von 30.
nötig -> Ausdruck von statischen Vorbildern

Bild 20
Schinkel, Altes Museum, Handskizze, Blick in Lustgarten. Blick von der Halle heraus in den Lustgarten

Baugeschichte Moderner Architektur - Blatt 4

Blatt 4

Bild 1 + 2
Schinkel, Spreeinsel – Berlin, Friedrichwerdersche Kirche
Werder – Insel
1. römischer Vorschlag -> Bild 1
2. gotischer Vorschlag -> wurde gebaut -> Bild 2
3. griechischer Vorschlag.

Bild 3
Berlin, Friedrichwerdersche Kirche 1830, Sichmauerwerk.
Einfluss Englands war wichtig:
- Ziegelstein (Backstein) wurde unverputzt eingesetzt
- Gotik war in England immer modern & schick.
Erster gotischer Neubau in Deutschland (1835). Kirche ist ein Teil der städtebaulichen Ordnung (Statussymbol, das nicht fehlen durfte – damals: repräsentativer Baustil) – heute wird die Kirche als Museum genutzt mit
Galerie. Akademisch, strenges Bauwerk.

Bild 4
Berlin, Friedrichwerdersche Kirche, Attrappe Zeughaus, Aussenministerium DDR
Zeughaus soll wieder aufgebaut werden, bisher steht aber nur eine Attrappe dort.
(Ursprünglich war das Bauamt von Preußen darin, ebenso auch die Bauakademie von
Gilly).
Es wurde wegen der Brandgefahr eine teure Eisenkonstruktion verwendet, damit das
Archiv besser geschützt war (Barocke Form) – rationale Grundrissform -> (barocke
Schlossfassade -> Fassade zeigt etwas anderes, als sich dahinter befindet) beim
Zeughaus stimmt es überein.

Bild 5
Berlin, Schauspielhaus, K.F. Schinkel, Theater am Schandarmenmarkt 1812, ein Theater stand als Vorgänger an der gleichen Stelle; Schinkel musste die „Reste“ des alten Theaters weiter verwenden. Seite 10 von 30. Ab dieser Zeit gab es ein großes, hohes Bühnenhaus (Schnürboden3 - Aufbewahrung der Bühnenbilder) Antik und ebenfalls auch nah dran an der englischen Fabrikindustrie -> Fensteraufteilung, Säulen

Bild 6
Franz Krüger 1797 – 1857 Berlin, Friedrich Wilhelm IV ca 1846 Königlicher Bauherr (Epoche: Romantik) König Friedrich Wilhelm IV. (1770 – 1840; König ab 1797) förderte die Baukunst Schinkels; Prinzip der Freundschaft zwischen Künstler und Bauherr war damals üblich.

Bild 7
K.F. Schinkel, Schloß Charlottenhof, gebaut 1826-36, Gemälde F.v Arnim Antik mit geschlossener Fassade -> beruhigte Wand in der Renaissance.

Bild 8
Potsdam, Schloß Charlottenhof 1827-31, Innenraum, Popeianisches Rot. Typisch und „schinkelisch“ für diese Zeit -> „pompejianisches“ Rot, erklärt sich aus der Mineralogie der Erde in Pompeji Oben: Altrömisches Wandbild zu sehen
Stuhl: Entwurf von Schinkel aus Gusseisen -> Beginn der Industrialisierung, keine
Einzelstücke mehr, sondern Serien von Gegenständen.

Bild 9
K.F. Schinkel, Schloß Charlottenhof, Eisenmöbel, Gießen in Serie - Manufactur
Eisenmöbel-Gusseisen, Gießen in Serie -> Manufaktur

Bild 10
Berlin, vom Kreuzberg aus 1829 Gusseisernes Denkmal auf dem Kreuzberg

Bild 12
Burg Stolzenfels „Romantik!“ 19.Jhdt. 3 Schnürboden = Raum über der Bühne mit Vorrichtungen (Schnüren u. a.) zum Herablassen und Hinaufziehen von Vorhängen, Kulissen und Beleuchtungsbrücken aus Meyers Lexikon Online. Seite 11 von 30

Baugeschichte Moderner Architektur - Blatt 5

Blatt 5

Klassizismus in deutschen Landschaften
-> in Stuttgart gibt es keine gotischen Kathedralen
-> Reformation begann schon sehr früh, es gibt auch keine Jesuitenkirchen
-> in den 50/60/70er Jahren wurden in Stuttgart immer mehr bedeutende Bauten
errichtet.
-> Kurbäder sind die Sommerresidenzen der Adeligen, daraus entstand auch Bad
Cannstatt, das Kurbad für das Königshaus; hat aber nie besondere Bedeutung erlangt,
sondern Bad Teinach (Schwarzwald) war beliebter
-> Neues Schloss wurde so gut wie ganz neu aufgebaut, es waren damals beim
Neubaubeginn nur noch wenige Teile der ursprünglichen Fassade erhalten.

Bild 10
Museum Regensburg. Vermischung alte Griechische Baukunst mit neu Englischer – Stahlträger

Bild 14
Karlsruhe, Marktplatz, Friedrich Weinbrenner- Klassizistische Strassenführung

Bild 15
Weimar Schloß, Heinrich Gentz 1800-03, Haupttreppenhaus Skulpturen. Dorische Stützen

Bild 19
Gottlob Friedrich Steinkopf 1830, Blick auf Schlößchen Weil u Neckartal
Schloss Rosenstein (erbaut: 1825 – 1829) von Giovanni Salucci (1769 – 1845) für den
Pferde begeisterten Wilhelm I. (Pferd bedeutete damals Mobilität). – Das Bild ist
Resterinnerung des Klassizismus in Baden-Württemberg.

Bild 20
Stuttgart, Schloß Rosenstein, Saal 1898, Sanucci. Es gab einen Zentralsaal (neu nachgestellt); die ganze Deckenbemalung wurde in dem heutigen Saal nicht nachgestellt, sondern blieb weiß. Unter der Achse des Saales lief früher die Neckarbahn. Eisenbahn bedeutete früher Fortschritt, man hat dadurch an der
„neuen Bewegung“ teilgenommen.
1700 Denkmalbau
1918 Ende der Könige u Kaiser
1820 – Berlin - Residenzstadt – Friedrich Wilhelm III. In Preußen hat Schinkel viel (standartisierte) Kirchen gebaut. Zeit für neue Herausforderungen für Architekten (Museen - Öffentlich) ~ 1800 Goethe +1832. Seite 12 von 30

Baugeschichte Moderner Architektur - Blatt 6

Blatt 6

In Stuttgart keine Gothische Kathedrale
Stuttgart relativ jung. Klassizismus : Sanucci (Schloss Rosenstein - Sommerresidenz)
Frühes 19. Jhdt Bürgertum steigt (Kaufleute..) Etablieren sich die Bäder, Bad Canstatt Bad Dürrheim „Rezeption der klassischen Moderne“
1845 Eisenbahn in Stuttgart – Fortschritt (Kopfbahnhof)
James Watt Dampfmaschine – Fontänen – Brunnen
1820-1830 Hinweise für anderes Bauen. Glas – feine Struktur (Stahl)

Bild 1
Thomas Cole, The Architects Dream 1840. Der Traum des Architekten. Historismus: Bild in die Zukunft, in der sich alles mehr und mehr miteinander vermischt.
Architekt träumt sich alles zusammen, alle Epoche würde er auch gerne entwerfen.
Fontäne (im Brunnen) mit Dampf angetrieben wird immer höher.

Bild 2
Köln, Dom von Süd. Anfang 16 Jhdt. Bis 1842 – Angelo Ouaglio 1809. Noch originale Gotik des Kölner Doms. Auf dem südlichen Turm stand 300 Jahre lang oben ein Kran drauf. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Dom fertig gestellt (genau so wie in Wien, Ulm, Ravensburg usw. – Mitte 19. Jahrhundert). Neugotik des 19. Jahrhunderts.

Bild 3
Louis Ammy Blanc, Die Kirchgängerin 1837. Messbuch in der Hand, modisch, kultiviert, klug und gebildet. Kölner Dom im Hintergrund (Baustelle ruhte einige hundert Jahre, dann wurden noch Pläne gefunden -> zu neuem Baubeginn. Fertigstellung: 1880)

Bild 4
W. & D. Bailey 1820. Glasgewächshäuser – Pflanzen aus Tropen. Neues Bauen denkbar -> zwingende Schönheit; Gewächshaus aus Glas 1820 in England (England und Frankreich waren die führenden Länder in der Industrie (Eisen), genauso in der Architektur.) Berufsbild des Architekten spaltet sich ab diesem Zeitpunkt an auf.
Der Architekt des gläsernen Gewächshauses war ein Gärtner! Exotische Pflanzen
sollten dort gehalten werden; die Pflanzen waren sehr, sehr wertvoll. Seite 13 von 30

Bild 5
Kew Garden, Palmenhaus. Weltberühmter botanischer Garten in London.Funktionalismus mit der Technik der damaligen Zeit setzten Grenzen in der Architektur.
(Heute ist so gut wie alles möglich, mit dem nötigen Geld.) Daraus ergab sich auch
noch der einheitliche Maßstab, weil es nicht alles gab (z. B. rote Ziegeldächer in einer Siedlung und das ohne Vorgaben). Glas wurde noch geblasen und erlaubte deshalb nur kleinere Einteilungen der Fassade.

Bild 7
London, Syon House, Gewächshaus – Charles Fowler 1820-27. Neuer Glasbau aber wieder mit Säulen, Gusseiserne schlanke Stützen Gusseiserne Stützen, die schlank sind, aber es wurde Dekor aus der Geschichte hinzugefügt, aber ohne die richtigen Dimensionen (Unsicherheit der damaligen Zeit). „Missachtet Traditionen der Proportionen“

Bild 8+9
München, Residenz / Wintergarten 1867-69. Künstliches Paradies. Inszenierung exotischer Pflanzen mit Himalaja im Hintergrund. Ludwig II (Märchenfigur)
Grössere Spannweite, Technik Weiterentwickelt, Escapismus – Escape, Flüchten, Künstliches Paradies. Verkauft, abgebaut nach Augsburg

Bild 10
London, Crystal Palace 1851. Crystal Palace („Kristallpalast“)
1851 erbaut zur 1. Weltausstellung in London von Sir Joseph Paxton (1803 – 1865).
Erstmals wurde unter Verwendung von industriell hergestellten Fertigteilen (in kleinerer. Serienproduktion) gebaut, die sich auch wieder demontieren lassen. (-> ermöglicht schnellere Produktion und Montage/Demontage).
Dies war damals eine hoch moderne Architektur, man konnte die Teile variabel kürzen
und verlängern -> Baukastenprinzip; so entstanden erstmals große Räume aus Glas.)
Red House - Bauherr Phillipp Webb, Architket Morris, Wilihelm
Zuordnung der Räume passte – somit entwickelte sich die Aussenhülle.
VON INNEN NACH AUSSEN – (früher) Barock – Dominieren die Fassaden. Seite 14 von 30

Bild 14
München, Glaspalast – Gartenausstellung 1886. Ausstellungsarchitektur (Freimachen von vorgegebenen stilistischen Elementen) steht heute das Haus der Kunst (London, galt als Vorbild) Glaspalast ist abgebrannt und dabei wurde auch die Ausstellung vernichtet. Red House bei London. Erbaut 1951 von William Morris (1834 – 1896) erbaut für den Bauherrn Phillip Web als Wohnhaus im viktorianischen Stil -> Prinzip des Rapport (Wiederholens). Dies war neu zu der Zeit. Der Baukörper wurde von innen nach außen entworfen. Der Grundriss ergibt sich aus der Funktion heraus und bildet damit die Außenhülle (, die etwas verschachtelt wirkt). Die Nutzung „klemmt“ dort nicht, Erscheinung ist dort nicht so wichtig, sondern alles wird kleinteilig (, -> dies ist schon fast etwas übertrieben dargestellt, müsste nicht ganz so kleinteilig sein).
Das Red House war auch ein Beispiel für „bürgerliches Bauen“. Was können sich
Fabrikarbeiter leisten und welchen Geschmack haben sie? Arts & Crafts - Bewegung; Morris setzt sich für diese „Schicht“ ein – scheiterte aber – auch finanziell (wollte handwerkliche Prozesse optimieren, verbessern und vereinfachen) -> Erst später hat man begriffen, dass nicht gegen die Industrie gebaut wird, sondern mit ihr (Bauhaus in Dessau).

Bild 15-18
Eiffelturm, Frankreich. 300m – 1000 Fuss. 1889 (100 Jahre nach Franz. Revolution) Eiffelturm – Prestige ! (Nat. Kongurenz) Bauzeti 2 Jahre, Genietet (Vorbereitet)
Schmiedeiseb, Jugendstil (Demontiert in den zwanzigern)
1889 Für die Ausstellung gebaut – Palais des Machines. Große Spannweiten 110 m – Schmiedeisen. Lager – Gelenkig (Dreigelenkbogen). Lichtsituation – Wie Glaspalast
Klare schöne Form – DUTIERT + CANTAMIN – Archt. Englischer Gusseiesen und Franz. Schmiedeisen. Pionier – Henri Labrouste hat es miteinander verwendet.
Eiffelturm. Konstrukteur: Alexandre Gustave Eiffel (1832 – 1923). Bauen mit Eisen 300 m hoch. 300 m = 1.000 Fuß. Ingenieurkunst. Der Ingenieur als Planer steht nun neben dem Architekten. Fertiggestellt 1889 (anlässlich des 100jährigen Jubiläums der französischen Revolution) zur Weltausstellung in Paris; 2 Jahre Bauzeit.

Seite 15 von 30
-> Vorfertigung mit Passgenauigkeit auf einen 10tel Millimeter, nur die Nieten wurden
noch vor Ort eingeschlagen; früher mit Dekor aus Jugendstilelementen, welche später
aber wieder abmontiert wurden, weil man sah, dass sie keinen Nutzen hatten.
Der Turm sollte eigentlich nach der Weltausstellung abmontiert werden, wurde aber
dann zum Wahrzeichen von paris. Ein Gegner gegen den Eiffelturm war der Journalist
Emil Zola (1840 – 1902).

Bild 20
Paris, Bibliotheque Nationale – Salle Labrouste. Erste Generation von französischen Ingenieure, die mit englischem Gusseisen große Bauwerke errichteten.
Nationalbibliothek und Sainte-Geneviève4 (Universitätsbibliothek) sind beide von Henri Labrouste (1801 – 1875) erbaut. 4 Bibliothèque Saint-Geneviève (Paris): vermutlich erstes Bauwerk in Eisen in Frankreich, erbaut von 1843 - 1851.
Seite 16 von 30

Baugeschichte Moderner Architektur - Blatt 7

Blatt 7

Bild 1
Nationalbibliothek 1867, Henri Labrouste. Schlankheit des Eisens.
Kupel – Eisengeflecht mit leichter Putschicht – Geringe Lasten.
Früher mit Steinkupeln - Gewölbe

Bild 4
Mailand, Galleria. Erste Gallerien in Paris

Bild 5
London, Kings Cross Station Lewis 1851. Erste Bahnhöfe Englands, Prinzip des Stadttors. Höhe Räume – Dampflock-Abgase. 2 Torbögen – eine Halle für Abfahrt, die andere für Ankunft

Bild 6
London, Victoria Station. Moderne Halle

Bild 7
Köln, Bahnhof 1891-1894. Großstädischer Bahnhof. Ende des 19. Jahrhunderts; das ist der großstädtische Bahnhof; Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Bahnhof kein „Thema“ mehr (Auto, Flugzeug). Endpunkt des Bahnhofbaus (ebenso in Frankfurt), Hauptbahnhof in Berlin. Zitiert heute die großen Hallen des 19. Jahrhunderts, er erinnert.

Bild 8
Frankfurt, Hauptbahnhof – Hermann Eggert. Klare, funktionale Fassade
Die Schönheit der 3 Tonnen sind überzeugend; klare, funktionale Ästhetik ohne
genauere Betrachtung von Details (= Historismus; zu viel Detail). Fassade wird vorgesetzt – erinnert an Spätrenaissance / Barock.

Bild 9
Stuttgart 1852. Kopf- Sackbahnhof. Die Bahnlinie teilt die Stadt in ihrer Längsachse.

Bild 11
Stuttgart Stadtplan 1846-1871. Gleisanschluss des Königs; gegenüber dem neuen Schloss, in dem die Königin gewohnt hat. -> Renaissancefassade. Seite 17 von 30

Bild 12
Stuttgart Eingangshalle alter Bahnhof. „Krämpfe“, die nichts mit Technik oder Fortschritt zu tun hatten, sieht man in der Eingangshalle. Starre Architektur, Schatten sind hinein schraffiert – tot.

Bild 13
Stuttgart Bahnhof 1906. Schwedischer Impressionist. Faszination der dampfenden, rauchenden Lokomotive, des Reisens. Bahnhöfe wurden damals an den hohen, großen Glashallen erkennbar (Grund: Dampf und Rauch der Loks). Zwei Tore (ein Tor in die Stadt hinein, ein Tor für das Raus aus der Stadt), lässt sofort erkennen was es für ein Bauwerk ist. – Nicht funktional ist der Turm (war eher Teil eines „gedachten“ Rathauses) -> sollte Stadtbild prägen.

Bild 15 und 16
Coalbrookdale, Severnbrücke 1777-1779. Eisenbrücken-Konstruktion erbaut in den 1780er Jahren Der Bauherr war der Besitzer einer Eisenhütte. Die Brücke wurde mit dem Material seiner Eisenhütte gebaut, aber mit den Fügungen, wie sie noch im Holzbau üblich waren. Es wurden noch keine Nieten verwendet, wie dies später üblich war. Große Spannweite; gotisch-revival Typus; Brücke war für diese Zeit sehr modern.

Bild 17
Nürnberg, Kettensteg 1824. Hängebrücke, genannt Kettensteg (heute nicht mehr vorhanden) Der Zug beanspruchte Glieder aus Schmiedeeisen.

Bild 19
Brücke über den Firth of Forth, John Fowler. Große Skulptur in Schottland, besteht bis heute. Landschaft und Form wurden beim Bau der Eisenbahnbrücke berücksichtigt und integriert. Kragarme.

Bild 20
F. Perlberg – Lok Fabrik Krauss - München. Welt der Industrialisierung – zwiespältige Situation – Industrie wird gefeiert; rauchender Schornstein als Zeichen/Symbol von Erfolg; Fabrikbesitzer wurden damals gefeiert; daneben zu sehen, die Idylle mit Fontänen – „sie“ leben neben und miteinander, trotz entstehender Spannungen. Seite 18 von 30

Baugeschichte Moderner Architektur - Blatt 8

Blatt 8

Bild 1
Maskentreiben im Bonner Hoftheater 1754, Schloß Augustusburg, Brühl Welt des Theaters und der Bühne (19. Jahrhunderts). Alte adeliger Gesellschaft (König, Hof) stellten dadurch auch ihr Wohlsein/Macht zur Schau; rein höfische Angelegenheit.

Bild 2
Bayreuth, Marktgräfisches Opernhaus, Galli Bibiena 1745-1748. Fast alle Theater aus dieser Zeit sind abgebrannt, verursacht durch Leuchter, Vorhänge, hölzerne Maschinen usw. (noch keine französische Revolution) wurde erst später elektrifiziert.

Bild 4
Gripsholm, Schloßtheater – Erik Palmstedt 1781 ... nach der französischen Revolution: Republikanisches (öffentlich bürgerliches) Theater bei Schweden.

Bild 5 + 6
Dresden, Hoftheater 1869. Erste Oper von Gottfried Semper (*1803 in Hamburg, ->1879 in Rom). Semper hat an vielen großen und bedeutenden Plätzen gebaut, z. B. Dresden.
Königliche Hofoper; erbaut 1838 – 1841 in Frührenaissance Formsprache; brannte
1869 ab und wurde aber wieder aufgebaut -> allerdings mit Fortschritt zur
Hochrenaissance Formsprache -> Typus: Hohes Bühnenhaus aus der Funktion heraus
wg. Schnürbodens für Bühnenbilder.

Bild 9
Paris, Grand Opera – Charles Garnier. Heute steht dort ein Neubau der Oper; war ein komplettes Balletthaus -> Palast; hier: Ausdruck dieser Zeit = großer Luxus und Lebensart.

Bild 10
Paris, Grand Opera – Charles Garnier. Treppenaufgang ist so groß wie der ganze Zuschauerraum mit elektrischem Licht. Erweiterung der Lebenssituation durch elektrisches Licht.

Bild 11+12
Paris. Georges-Eugène Baron Haussmann (1809 – 1891) war Polizeichef in Paris und hatte aus militärischen Gründen (Sicherheit/Überwachung der Stadt) den berühmten
Boulevard; mit Pariser Fenstern und Mansarddächer usw. im Kaisertum Napoleon III.
(1808 - 1873; war von 1848 - 1852 französischer Präsident und von 1852 - 1870 Kaiser
der Franzosen).
(Konrad Adenauer, 1876 – 1967, war vor dem zweiten Weltkrieg Oberbürgermeister in
Köln). Wien. Seite 19 von 30.
Wien war die Hauptstadt Europas, sie war die Residenzstadt der Kaiser (Kaiser- und
Königsstadt). Kaiser Franz-Joseph I. (1830 – 1916) hatte veranlasst, das der Ring abgerissen und durch Grün/Park ersetz wurde (Wiener Ring – Ende des 19. Jahrhunderts). In Wien entstand Ende des 19. Jahrhundert der Jugendstil.

Bild 14
Wien, Volksgarten 1823 fertig. Theseus-Tempel – griechisch. Burgtheater – Renaissance
Universität – Fassade -> Renaissance – (Forschung) Sprache. Kirche – gotisch (aber ohne Bedarf; Votivkirche5 errichtet als Dank für das missglückte. Attentat auf Kaiser Franz Joseph I.)

Bild 15
Wien, Rathaus, Friedrich con Schmidt 1872-83. Rathaus mit Turm – gotisch. Neugotisches Kommen.

Bild 17
Berlin, Reichstag, Paul Wallot 1884-94 ... steht in keinem Verhältnis der Größe zur Politik; politisch „lief“ zu der Zeit nicht viel.

Bild 18
Neuschwanstein 1869 - 1886. Märchenschloss – König Ludwig II. von Bayern (1845 – 1886) baut sich seine Inszenierung seiner „kranken, eigene“ Welt auf; gebildet und gebaut von einem Bühnenbildner (Uaglio).

Bild 20
Marienbrücke bei Hehenschwangau 1866 ... besteht bis heute noch so. (2 Situationen in einem). Eklektizismus6: Vermischung von verschiedenen Baumerkmalen, Verunklärung
(unschön). 5 Die Kirche sollte als Votivgabe (Dankgeschenk) der Völker der Monarchie für die Errettung Franz Josephs errichtet werden. 300.000 Bürger folgten dem Spendenaufruf. Im neuen Dom sollten alle Nationen der Donaumonarchie ihre geistige und politische Heimat finden. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Votivkirche_Wien
6 Als Eklektizismus (von griech. eklektós: „ausgewählt“) bezeichnet man Methoden, die sich verschiedener entwickelter und abgeschlossener Systeme (z.B. Stile, Philosophien, Religionen) bedienen und deren Elemente neu zusammensetzen.
Der Eklektizismus ist kennzeichnend für die Stilepochen der europäischen Kunst seit Beginn des Klassizismus, aber besonders im Historismus. Als Kunstverfahren ist Eklektizismus von Bedeutung für die kritische Reflexion über vorhandenes Material in der Postmoderne. Quelle: http://deu.archinform.net/stich/277.htm. Seite 20 von 30